Warum Frauen im Winter schneller frieren – und was wirklich dahintersteckt

Frauenhände halten einen gefüllten Kaffeebecher in einer gemütlichen Sofalandschaft. Overlay-Text: Women-Wohlfühlogie


So`n Frauending – Wohlfühlogie des Warmbleibens: Ein bisschen Wissenschaft, ein bisschen Humor, ein bisschen „Ach sooo!“-Effekt

Ja, es gibt so etwas wie eine Temperatur-Komfortzone.
Scheinbar ist diese sehr individuell, denn es gibt Menschen die laufen noch im T- Shirt und kurzer Hose wo sich andere schon in eine dicke Jacke kuscheln. 

Jeder Mensch hat also sein ganz eigenes Temperaturempfinden. Selbst auf dem Handy zeigt der Wetterdienst heute die tatsächlichen und die gefühlten Werte, wie das auch immer ermittelt wird.

Willkommen in der Temperatur-Komfortzone, diesem merkwürdigen, sehr persönlichen Wohlfühl-Wohnzimmer unseres Körpers. Die meisten Menschen fühlen sich zwischen 15 und 22/23 Grad wohl – doch Frauen liegen oft etwas darüber. Ich selbst hatte Zeiten, da war für mich alles unter 25 Grad „schattig mit Tendenz zu: Bitte gib mir einen heißen Kakao“.

Was viele nicht wissen:
Dieses Temperatur-Empfinden ist kein Luxusproblem, kein „Stell dich nicht so an“ und erst recht kein saisonaler Diva-Moment.
Es ist echte Physiologie.
Und es erzählt eine Menge über unseren Körper, unsere Hormone, unsere Stressregulation – ja sogar über unser seelisches Wohlgefühl.

In meinem Buch WOHLFÜHLOGIE – Oder (m)eine Wissenschaft des Wohlfühlens bin ich sehr stark auf das Thema Wärme eingegangen, denn es hat nicht nur mit dem persönlichen Wohlbefinden wie ich früher dachte zu tun, sondern wirklich auch mit unserem Gesundheitszustand.

Hier mal ein Buchauszug für dich:

Wärme – das stille Wundermittel unseres Körpers 

Manchmal ist es gar nicht die große Therapie oder das neueste Superfood, das uns zurück ins Gleichgewicht bringt. Manchmal ist es etwas ganz Einfaches, fast Übersehenes – wie Wärme

Körperwärme ist mehr als nur ein kuscheliges Gefühl oder das Bedürfnis, sich im Winter eine Wärmflasche unter den Pulli zu klemmen. Sie ist ein Grundpfeiler unserer Gesundheit – so wichtig wie frische Luft, sauberes Wasser und eine gute Portion Lebensfreude. 

Eine gute Körperwärme ist eine der grundlegenden Säulen der Gesundheit: 

Wärme im Körper ist wie die Sonne für unser irdisches Leben. 37° sind ein Zeichen für blühende Gesundheit, für Kraft und für Lebensfreude. Wer kalt ist, ist gestresst. Man zieht die Schultern hoch und spannt die Muskeln an. 

Ein Mangel an Körperwärme ist ein Mangel an Lebenskraft und ein Mangel an Lebensfreude. 

Stell dir deinen Körper wie einen kleinen inneren Ofen vor: Wenn die Temperatur stimmt, läuft alles rund. Der Stoffwechsel summt leise vor sich hin, die Zellen tanzen ihren Energie-Tango, das Immunsystem räkelt sich zufrieden – und auch deine Stimmung bekommt einen echten Auftrieb. 

Doch sobald die innere Glut zu sehr abkühlt, wird alles zäher: Denken, Verdauen, Heilen. Du ziehst die Schultern hoch, fühlst dich verspannt, antriebslos – und dein Körper schaltet auf „Überleben“, nicht auf „Erblühen“. 

Deshalb ist es höchste Zeit, der Wärme ihren Platz als Heilmittel zurückzugeben. Ob durch wohltuende Tees, wärmende Speisen, ein heißes Bad, Sauna oder die tiefenwirksame Kraft von Infrarotlicht – Wärme wirkt. Sie berührt nicht nur unsere Muskeln, sondern auch unser Herz. 

Ich bin überzeugt, dass es kaum ein Thema im Bereich der Gesundheitsvorsorge und der Heilbehandlungen gibt und geben wird, das so leicht nachvollziehbar und verständlich ist wie die Bedeutung einer ausreichenden Körpertemperatur. Wer jemals eine gut durchblutete und warme Hand geschüttelt hat, während die eigene Hand kalt war, nimmt sofort wahr, wer hier auf der gesunden Seite der Begegnung steht. 

Die Magie der Körperwärme Warum Wärme mehr ist als ein Kuschelfaktor 

Es gibt Themen, die so grundlegend sind, dass man sich wundert, wie sie so lange unter dem Radar bleiben konnten. Für mich war Körperwärme genau so ein Thema. Als ich erst einmal verstanden hatte, was sie für unsere Gesundheit bedeutet, konnte ich kaum fassen, dass ich ihr so lange so wenig Beachtung geschenkt hatte. 

Und dabei ist der Zusammenhang ganz einfach: Wärme ist Leben – Kälte ist Rückzug. 

Man braucht kein Medizinstudium, um zu begreifen, dass Licht und Wärme mit Lebendigkeit, Freude und Funktionstüchtigkeit zusammenhängen. Und dass anhaltende Kälte eher mit Erstarrung, Erschöpfung – ja, im schlimmsten Fall mit Krankheit einhergeht. 

In der östlichen Heilkunst ist das längst bekannt: Körperwärme gilt dort als tragende Säule der Gesundheit. Leider fristet sie in unserer westlichen Welt eher ein Schattendasein – wenn überhaupt, wird sie als Nebenschauplatz betrachtet, nicht als zentrales Gesundheitsprinzip. 

Und genau das ist das Tragische:
Dass wir so wenig über dieses lebenserhaltende Prinzip wissen – oder es nicht ernst nehmen, obwohl unser Körper doch so deutliche Signale sendet. Kalte Füße, kalte Hände, inneres Frösteln … alles kleine Hinweise darauf, dass die Lebensenergie gerade nicht im vollen Fluss ist. 

Ich finde: Wärme verdient ein Comeback. Nicht nur in Form von dicken Socken oder Kuscheldecken – sondern als liebevolle Einladung an unseren Körper, wieder in seine Kraft zu kommen. 

Denn innere Wärme ist mehr als ein angenehmes Gefühl. Sie ist ein Zeichen dafür, dass wir im Leben stehen – durchblutet, lebendig, gesund

+++   Ende der Leseprobe   +++

In meinem früheren Blogbeitrag: „Warum wir Frauen im Winter schneller frieren“, habe ich mit dem Thema bereits gestartet und vertiefe es hier in diesem Artikel mit einigem Zusatzwissen.

Eines noch vorab: egal ob männlicher oder weiblicher Körper, wir haben eine Betriebstemperatur, diese Idealtemperatur liegt bei ca. 36,7 bis 37,3 °C. Diesen Wert habe ich mir nicht ausgedacht …

Um überleben zu können, darf unsere Körpertemperatur nie für eine längere Zeit mehr als 3- 4 Grad von den um die 37 °C abweichen.Viel Spielraum gibt`s da also gar nicht.

Was steckt jetzt wirklich dahinter warum Frauen schneller frieren?

Wie meist, ist es nie nur eine Sache, es sind verschiedene Faktoren, die Ich hier einmal aufliste:

1. Frauen haben eine höhere thermische Neutralzone

Der Körper hat eine Zone, in der er sich ohne großen Energieaufwand wohlfühlt – quasi der innere Wellnessbereich.
Bei Frauen liegt dieser Bereich 2–3 Grad höher.

➜ Was Männern „frisch“ vorkommt, kann für Frauen schon „brrr“ sein. 

Kein Wunder, dass es in Büros diesen heimlichen Thermostat-Krieg gibt.
Ich sag nur: „Kann jemand kurz das Fenster zumachen, meine Seele friert.“

2. Frauen reagieren stärker auf Temperaturschwankungen

Frauen sind temperatur-sensibler – ihr Körper misst kleinste Abweichungen genauer.
Das ist evolutionär sinnvoll: früher diente es dem Schutz eines möglichen Fötus (energetische Sicherheit).

➜ Mini-Schwankung draußen = Maxi-Wahrnehmung drinnen, also großer Unterschied im Wohlbefinden.

3. Der Körper von Frauen spart schneller Energie

Frauen springen schneller in den Energiesparmodus, weil sie:

  • weniger Muskelmasse besitzen
  • einen höheren  Körperfettanteil haben (schützt, aber wärmt nicht wie Muskeln)
  • eine schnellere Gefäßverengung in Händen & Füßen haben

➜ Der Körper denkt:
„Wärme bewahren statt verschwenden.“
Deshalb: Hände und Füße werden zu Eiszapfen, während Männer sich wundern, warum die Heizung schon wieder auf Stufe 5 steht. 

Der Körper entscheidet:
„Wärme bewahren statt verschwenden.“

4. Der weibliche Zyklus beeinflusst das Temperaturempfinden

Das ist ein kleines Winterwissen-Schmankerl, das kaum jemand kennt.

Ganz spannend: Die Basaltemperatur schwankt je nach Zyklusphase.

  • In der zweiten Zyklushälfte steigt sie um 0,3–0,5 Grad (Progesteron-Effekt).
  • Frauen frieren in dieser Phase tendenziell weniger, die Durchblutung ist besser
    und der Körper arbeitet wärmer.

In der ersten Zyklushälfte dagegen:

  • mehr Kälteempfindlichkeit
  • häufiger + schneller kalte Hände & Füße
  • schnelleres Auskühlen
  • schnellere Erschöpfung

Du siehst – frieren ist manchmal einfach Biologie. Kein Charakterfehler.

5. Frauen haben dünnere Haut

Frauenhaut ist im Schnitt 15–20 % dünner als Männerhaut.
Dadurch:

  • verlieren wir schneller Wärme
  • haben wir weniger „Isolierung“
  • reagieren wir empfindlicher auf Wind & Nässe

Mehr Kältegefühl ist also kein Zufall – sondern physiologisch.

Man könnte sagen: Frauenhaut ist wie ein hochsensibler Winterdetektor:
Es reicht ein kleiner kalter Luftzug und der Körper ruft: „Wintermodus aktiviert.“

Warm durch den Winter: Stress, Bauchgefühl, Schlafgewohnheiten & Stimmung

Nachdem wir die Basics des Frostgefühls erkundet haben, steigen wir jetzt in die Wohlfühlkunde der Wärme ein – dort, wo Kälte nicht nur den Körper betrifft, sondern auch unsere Emotionen, unsere Stresssysteme und sogar unsere nächtlichen Bettabenteuer (keine Sorge, nur die temperaturtechnischen.

6. Stress macht kalt – und Frauen spüren das stärker

Stress ist wie ein unsichtbarer Winter, der den Körper von innen herunterkühlt.

Wenn wir angespannt sind, passiert Folgendes:

  • die Blutgefäße ziehen sich zusammen – besonders an Händen & Füßen
  • Energie wird ins Körpersystem „Alarm!“ geschickt
  • der Parasympathikus — der für Wärme, Ruhe und Entspannung zuständig ist — bekommt weniger Raum

Frauen haben ein reaktiveres Stresssystem. Das bedeutet:
Kältegefühl + Sorgen = noch kältere Hände, noch kühlere Füße.

➜ Deshalb:
Frauen frieren schneller, wenn sie Sorgen, Anspannung oder Grübeleien haben.

Oder anders gesagt:
Entspannung wärmt. Wortwörtlich.
Wohlfühlogie lässt hier freundlich nicken.

7. Kalte Füße = häufig kalter Bauch

Ein kleiner therapeutischer Hinweis:
Viele Frauen berichten, dass kalte Füße häufig mit einem kalten Unterbauch einhergehen.

Warum?
Weil der Körper Blut bevorzugt in den Brustkorb und den Kopf leitet. Hier muss das Herz als lebenswichtiges Organ geschützt werden und das Gehirn damit unser Denken nicht einfriert. Bereits bei 15 Grad beginnen sich Blutgefäße in Händen und Füßen zu verengen, damit Herz, Lunge und Gehirn genügend warme Blutversorgung erhalten.

Der Bauchbereich? Wird zur Nebenrolle, obwohl er energetisch so sensibel ist.

Darum helfen:

  • Wärmflasche auf den Unterbauch
  • Kirschkernkissen
  • ein warmes Bad
  • tiefe Bauchatmung (reguliert Gefäßtonus) sehr wirksam.

Tine – Tipp:  Wärme im Bauch holt den Körper zurück in Sicherheit, Ruhe und Regeneration.
körpermittige Wärme = Seelenmitte beruhigt

Durch die jahrelangen täglichen Qigong-Übungen der bewegten Meditation, in Kombination mit der tiefen Bauchatmung, habe ich mein Energielevel anheben können. Kalte Hände & Füße kenne ich so gut wie gar nicht mehr.

8. Schlaf: Frauen vs. Männer – ein nächtlicher Temperatur-Krimi

Wenn du abends ins Bett steigst und denkst, deine Füße wurden heimlich in einem Eisschrank gelagert – keine Sorge, du bist nicht allein.

Frauen:

  • brauchen länger, um warm zu werden
  • schlafen ideal bei 23–24 Grad
  • haben oft kalte Füße, die sie unter fremde… äh… Partner-Waden schieben

Männer:

  • schlafen optimal bei 19–20 Grad
  • werden schnell zu warm

Das erklärt:
Warum Frauen im Bett Eiszapfen-Füße haben und Männern oft „zu warm“ ist (Ausnahmen bestätigen die Regel).

  • ✔️Wohlfühl- Marker: Doch es kann auch sein, dassich die Rollen beider ab und in den Wechseljahren verändern, dann friert der Mann und die Frau darf ihn wärmen …

9. Kalte Füße können die Stimmung beeinflussen

Das ist einer der spannendsten Punkte:

Wird die Durchblutung schlechter, sinkt:

  • die Herzfrequenzvariabilität
  • die Aktivität des Parasympathikus
  • die Serotoninproduktion


Ergebnis?

  • schlechtere Stimmung
  • weniger Stabilität
  • mehr Unruhe und Nervosität


Kälte = schlechtere Stimmung
Und das trifft Frauen stärker als Männer.

Frauen sind davon stärker betroffen.

In meinem anderen Blogbeitrag der Wohlfühlogie des Warmbleibenszeige ich auf, wie körperliche Wärme ganz real seelische Wärme erzeugt.

10. Wärme macht stark – emotional & kognitiv

Und jetzt kommt der wissenschaftliche Zuckerguss:

Studien zeigen, dass Wärme bei Frauen folgendes messbar verbessert:

  • Konzentration.
  • emotionale Stabilität.
  • Leistungsfähigkeit.
  • innere Sicherheit.
  • Entspannungsfähigkeit.

Wärme ist also viel mehr als „nice to have“.
Sie ist Psychophysiologie, ein echter Wohlfühl-Booster und fast schon ein kleines Selbstfürsorge-Ritual.

Tine- Tipp:Wärme den Körper – und du wärmst deine Seele.

Was Wärme wirklich bedeutet 

(mit Humor, Herz & Aha-Effekt)

Wenn du dieses ganze winterliche Wohlfühlwissen einmal auf dich wirken lässt, erkennst du: Frieren ist bei Frauen kein Zufall, kein „stell dich nicht so an“, kein Drama in drei Akten. Es ist Biologie, Hormone, Stressphysiologie – und manchmal auch ein kleiner Lebenskompass.

Denn Kälte zeigt uns, dass wir:

  • zu wenig Ruhe haben
  • zu viel Spannung tragen
  • zu wenig Nähe spüren
  • zu frisch angezogen sind
  • oder körperlich aus dem Gleichgewicht geraten sind.

Wärme hingegen?

Ist Einladung.

Ist Verbindung.

Ist Rückkehr zu dir.

Die Wohlfühlogie-Botschaft: Wärme ist Selbstfürsorge

Wärme ist nicht nur eine körperliche Größe, sondern eine seelische Sprache.
Und Frauen sprechen sie besonders sensibel.

Wenn du dich wärmst, dann sagst du deinem Körper:

„Ich sehe dich.“
„Ich schütze dich.“
„Du darfst loslassen.“

Und lustigerweise macht genau das etwas mit deinem Nervensystem:
Es fährt runter.
Es öffnet sich.
Es beginnt sich zu regenerieren.

Das ist keine Esoterik. Das ist regulierte Physiologie.
Oder in Wohlfühlogie-Sprache:
„Wärme weckt deine Superkräfte.“

Emotionale Wärme reguliert deinen Körper.
Das ist Wohlfühlogie pur.

Man könnte also sagen:

„Frauen frieren nicht schneller – sie sind einfach besser darin, sich selbst zu spüren.“

Und vielleicht sollte die Wissenschaft eines Tages eine neue Einheit einführen:
Der Wohlfühl-Grad.
Temperaturskala von 1–10, gemessen an der Antwort auf die Frage:
„Habe ich mich heute eigentlich schon warm umsorgt?“

Falls nein – Heizkissen einschalten, Suppe auf den Teller, Wollsocken hochgerollt.und was noch so für DICH funktioniert.

Winter ist kein Zustand, Winter ist ein Lifestyle.

Wärme als Weg zurück zu dir

Am Ende dieses kleinen Temperatur-Abenteuers bleibt eine zentrale Botschaft:

Wärme beruhigt dein Nervensystem.
Wärme stärkt deine Emotionen.
Wärme verbindet dich wieder mit dir selbst.

Wenn du warm bist, bist du:

  • klarer
  • stabiler
  • weicher
  • mutiger
  • besser drauf
  • und viel mehr bei dir.

Fast so, als würde dein Körper sagen:

„Danke. Jetzt kann ich mich wieder entfalten.“

Und genau das ist die Essenz der Wohlfühlogie:
In kleinen Dingen den Weg zu dir selbst finden.
Manchmal fängt er mit warmen Füßen an.

Von  ♡ zu ♡

Deine Tine Sonnengold

P.S.: Ich weiß nicht wie’s dir geht, ich freue mich dieses Jahr besonders auf den Schnee.

❄️ Winterwonderland ❄️

Warum wir Frauen im Winter schneller frieren – die Wohlfühlogie erklärt’s

Vier Frames 2:2. Oben links zwei Hände die sich annähern. Oben rechts: Zwei Personen auf einem Sofa mit Kaffeebechern in der Hand (Bildausschnitt: Oberkörper, Hände mit Kaffeebecher, Oberschenkel). Unten links: Drei Personen die sich einen Sonnenuntergang ansehen. Unten rechts: Glitzerndes Licht - Bokeh-Effekt. Alles in Warmen Tönen gehalten. Overlay-Text: Wohlfühlogie des Warmbleibens.

Wohlfühlogie des Warmbleibens: Ein bisschen Wissenschaft, ein bisschen Humor, ein bisschen „Ach sooo!“-Effekt

Vielleicht kennst du diese Szene:
Du sitzt gemütlich auf dem Sofa, eingekuschelt in eine Decke… und trotzdem haben deine Füße die Temperatur eines ambitionierten Eiswürfels. Während neben dir jemand sitzt, der behauptet: „Mir ist eigentlich warm.“
Ja – willkommen in der Wissenschaft der kalten Füße, einer Disziplin, die wir Frauen leider ziemlich gut beherrschen.

Aber dahinter steckt kein persönlicher Makel – sondern reine Biologie.

1. Weniger Muskelmasse = weniger Wärmekraftwerk

Muskeln sind kleine Heizkraftwerke. Sie produzieren Wärme, indem sie Energie verbrennen.

  • Männer haben im Durchschnitt rund 40 % Muskelanteil
  • Frauen dagegen nur etwa 25 %

Das heißt:
Wir haben von Natur aus weniger „Körperheizung“ am Start.

Oder anders formuliert:
Wenn Männer ein Kaminfeuer im Körper tragen, besitzen wir eher ein kleines Teelicht. Schon warm, aber eben nicht ganz so leistungsstark.

2. Frauen wiegen meist weniger – und verlieren dadurch schneller Wärme

Selbst bei gleicher Körpergröße wiegen Frauen im Schnitt weniger als Männer.
Das klingt erst einmal nett – bedeutet aber physiologisch:

  • weniger Körpermasse = weniger Speicher für Wärme
  • mehr Oberfläche im Verhältnis zur Masse = schnellere Wärmeabgabe

Kurz gesagt:
Wir kühlen schneller aus – nicht, weil wir empfindlicher sind, sondern weil die Physik das so beschlossen hat.

3. Der Körper schützt zuerst das Zentrum – und spart an den Enden

Sobald es kalt wird, hat unser Körper eine klare Priorität:

Lebenswichtige Organe warm halten – Arme, Hände und Füße können warten.

Bei Frauen passiert diese Umstellung sogar früher:


Bereits bei 15 Grad beginnen sich Blutgefäße in Händen und Füßen zu verengen, damit Herz, Lunge und Gehirn genügend warme Blutversorgung erhalten.

Der Preis dafür:

  • kalte Zehen
  • kalte Hände
  • das Gefühl, dass die eigene Fußsohle einen Antrag auf Winterschlaf gestellt hat

Es ist also kein Wunder, dass wir im Winter schneller frösteln – unser Körper arbeitet schlicht wie ein kluger Energiemanager.

4. Warum gerade die Füße so empfindlich sind

Füße haben von Natur aus:

  • weniger Durchblutung
  • wenig Muskelmasse
  • große Oberfläche
  • lange Wege vom Körperzentrum zu ihnen

Wenn der Körper spart, trifft es sie zuerst – wie kleine Außenposten, die im Winter als Letztes beliefert werden.

Was du dir als Fazit mitnehmen kannst

Wenn du im Winter frierst, bist du nicht empfindlich –
du bist biologisch völlig normal.

Oder in Wohlfühlogie-Sprache:
Dein Körper ist clever.
Er schützt dich.
Er wärmt zuerst das, was dich am Leben hält – und hofft, dass DU dich um deine Füße kümmerst. (Mit dicken Socken, heißem Tee oder einem sehr freundlichen Menschen, der für dich den Handwärmer macht.)

3 warme, alltagstaugliche Wohlfühl-Tipps: Wie wir Frauen im Winter schneller warm werden

1. Wärme von innen: Trinke „flüssiges Licht“

Ein heißer Tee ist im Winter nicht einfach nur ein Getränk – er ist eine innere Sonne und ein Seelenwärmer.

  • Frischer Ingwer als Wurzel aus der Gemüseabteilung
  • Zimt: die Inhaltsstoffe der Zimtrinde wirken sogar stimmungssteigernd, vertreiben negative Gedanken und aktivieren die Kreativität und die Sinnlichkeit. Allerdings VORSICHT! bei allergischen Reaktionen auf Zimt.
  • Fenchel,
  • Kurkuma oder 
  • Kakao 

wärmen dich von innen, regen den Kreislauf an und bringen die Energie in Fluss.

➜ Je wärmer du innen bist, desto schneller tauen auch deine „Eiswürfel-Füße“ wieder auf.

Tine -Tipp: 

Halte deine Hände beim Trinken direkt um die Tasse – doppelte Wärme, doppelte Wirkung. Nicht jeder mag den Geschmack von Ingwer doch ich bin ein Fan von ihm.Die heilende Wirkung von Ingwertee wurde bereits vor Tausenden von Jahren in den alten medizinischen Wissenschaften Chinas und Indiens entdeckt. Heute bestätigt die moderne Wissenschaft die Vorteile dieses kraftvollen, aber schmackhaften Tees.

Er wirkt krampflösend (über 500 Enzyme u. Ko-Enzyme), beruhigend & entspannend, antiviral, antibakteriell, antiparasitär und hilft als heißer Tee bei Halsschmerzen, und er kann Kopfschmerzen lindern. Zusätzlich unterstützt er die Verdauung & das Immunsystem. Die scharf schmeckenden Gingerole regen die Wärmerezeptoren im Körper an und sorgen so für ein wohliges Gefühl.
Es hört nicht auf, denn er wirkt zusätzlich  stark entzündungshemmend und ist ein natürliches Anti- Schmerzmittel. Also ich finde das sehr beeindruckend, oder?

Achtsamkeitsübung: Tee-Meditation in 5 Schritten

  • Wähle deinen Tee bewusst aus – nicht automatisch.Welche Sorte ist heute die Richtige für dich? 
  • Bereite ihn mit Liebe zu. Beobachte dabei jeden Schritt.
  • Halte die Tasse, als würdest du einem Freund die Hand geben.
  • Trinke langsam, schluckweise.
  • Beobachte alles: Geschmack, Gedanken, Impulse. Trinke bewusst.“

2. Socken mit Superkraft: Schichte deine Wärme gut

Frauen frieren, weil die Extremitäten zuletzt mit warmem Blut versorgt werden. Ok, das ist bei Männern natürlich auch nicht anders.
Deshalb hilft: Strategisch kleiden, wie eine kleine Wohlfühl-Zwiebel.

  • Wollsocken (Naturmaterial wirkt wie ein Mini-Ofen) –
    I ♡ Marino Wool
  • darüber Kuschelsocken
  • und wenn’s richtig kalt ist helfen Wärmepads oder ein Kirschkernkissen für die Füße

Mini-Hack:
Wärme zuerst deinen Nacken!
Wenn es dort warm wird, öffnen sich die Gefäße schneller, die Wärme wandert bis in die Hände und Füße. Ein schnuffeliger Schal oder Tuch geht doch immer.

3. Beweg dich bewusst: 3-Minuten-Wärme-Ritual

Wärme entsteht durch Bewegung und zwar nicht erst nach 10 km Joggen, sondern schon nach kleinen Alltagsimpulsen.

Probier’s mal aus:

  • 30 Sekunden Arme kreisen
  • 30 Sekunden Knie leicht anheben
  • 30 Sekunden Schulterblatt-öffnen
  • 30 Sekunden Handflächen & Fußsohlen reiben
  • 30 Sekunden tief atmen
  • 30 Sekunden sanft hüpfen
  • 30 Sekunden Zehen bewegen

Nach drei Minuten merkt dein Körper:
„Oh, wir brauchen Wärme. Alles klar – Heizkraftwerke an!“

Dieses Ritual ist wie ein Startknopf für deine innere Heizung.

Menschliche Wärme in den Grauen Alltag bringen

Es gibt sogar einen US-amerikanischen Tag des Kuschelns  (engl. Cuddle Up Day – eher selten: National Cuddle Up Day) und einen #Weltknuddeltag

„National Hugging Day“ (oftmals kürzer aber auch nur „National Hug Day“)

Da ich eine ganzheitliche Sichtweise liebe darf das Knuddeln &Kuscheln natürlich hier bei dieser Auflistung nicht fehlen da es zusätzlich noch die Stimmung aufhellt.

Vom Zentrum für Hirnforschung der Medizinischen Universität Wien wurde anlässlich des Weltknuddeltages im Jahr 2013 bekannt gegeben das Knuddeln & Kuscheln gesund sind.

Hast du schon mal etwas von dem Hormon Oxitocin gehört?

Es stärkt das Vertrauen, fördert soziale Bindungen und wird durch feine Berührungen wie Kuscheln & Knuddeln im Körper freigesetzt.Das „Kuschelhormon“ Oxytocin wird beim Umarmen ausgeschüttet. Es ist ein Entspannungshormon oder auch „Bindungshormon“ und noch gar nicht so bekannt. 

Was es alles so kann:

  • fördert Nähe, soziale Bindung, Vertrautheit und 
  • lässt einem im Moment sein. 
  • Die Freisetzung von Oxytocin im Gehirn löst ein Sicherheitsgefühl aus, steigert das empfundene Glück und minimiert Angst.
  • als „Nebeneffekt“ lässt es uns jünger aussehen und
  • entspannt unsere Muskeln

Ganz schön toll wie ich finde.

Bist du unterkuschelt? Fehlt dir das Kuschelhormon?

Die WELT umarmen

Umarmung= ich fühl mich wohl!

Der Mensch hat ein Urtrieb nach Kuss und Umarmung: die, die er selbst gibt, und die, die er empfängt.

Herzenskontakt

Eine Umarmung ist ein Kuss des Herzens 

Sie bringt: 

  • Nähe
  • Vertrautheit
  • Wärme
  • Geborgenheit
  • Zuneigung
  • und noch so viel mehr

Wann hast du das letzte Mal eine Person richtig lange bewusst umarmt?

Die durchschnittliche Länge einer Umarmung zwischen zwei Personen beträgt 3 Sekunden.

Die Forscher entdeckten jedoch etwas Erstaunliches.

Wenn eine Umarmung 20 Sekunden dauert, wirkt sie heilend auf Körper und Geist.

Der Grund dafür ist, dass eine aufrichtige Umarmung das Hormon „Oxytocin“ produziert,

Dieses wunderbare natürliche  Beruhigungsmittel wird jedes Mal kostenlos angeboten, wenn du eine Person in den Arm nimmst oder sie dich.“

Seelenberührung

Als würden die Seelen die gleiche Schwingung einnehmen. Die Herzen wie Magneten miteinander kommunizieren

Anderen etwas Gutes tun heißt, auch dir etwas Gutes tun.

Umarmungen sind wichtig für unser körperliches, emotionales und seelisches Wohlbefinden & Gleichgewicht!

Dazu gibt es noch soviel mehr zu wissen, doch für heute soll es hier ersteinmal reichen.

In diesem Sinne fühl dich ganz doll gedrückt

H e r z lichst
Tine Sonnengold

P.S.: Viele Menschen haben eine zu niedrige Körperkerntemperatur – oft ohne es zu wissen.
Die Folgen: Müdigkeit, schwacher Stoffwechsel, Infektanfälligkeit. 

✔️ Wohlfühl- Marker:
Ein Mangel an Körperwärme ist ein Mangel an Lebenskraft und ein Mangel an Lebensfreude.

In meinem Buch WOHLFÜHLOGIE – Oder (m)eine Wissenschaft des Wohlfühlens habe ich diesem wichtigen Gesundheitsthema Wärme ein ganzes Kapitel gewidmet.