Der Körper wird trainiert und lernt ruhig zu bleiben trotz Kältereize.
Kältereize wecken unseren Parasympathikus- unser Entspannungssystem.
Das Gefässtraining aktiviert den Sympathikus, er macht uns wach & aktiv.
Dieser Beitrag ist Teil des Themenbereichs „Kälte- und Wärmereize & Immunsystemaktivierung“, in dem ich zeige, wie gezielte Temperaturreize Körper, Nervensystem und innere Widerstandskraft sanft unterstützen können.
ÜBUNG: Sanfte Kälte-Annäherung
Sanfte Einstiegsübung ohne Eisbad – Wohlfühlogie-kompatibel, alltagstauglich, ohne Heldenmut und ohne Zähneklappern. Ehrlich wirksam, nicht spektakulär.
Probier’s aus
„Klar & verbunden“ – 5–8 Minuten
Worum es geht:
Nicht um Abhärtung,sondern um bewusste Reizsetzung + sichere Regulation zu erreichen.
Der Körper lernt: Ich darf Unbequemes spüren – und bleibe in mir sicher.
So habe ich angefangen mich an kaltes Duschen zu gewöhnen und es fühlt sich soooo gut danach an: erfrischt, gestärkt & lebendig. Wenn ich ganz gut drauf bin beziehe ich sogar den Bauch mit ein, Schmunzel. Das ist dann schon Wohlfühlen für Fortgeschrittene.
✔️Wohlfühl-Marker: Der Atem wird leiser
Du merkst, dass dein Atem tiefer und ruhiger wird, ohne dass du ihn bewusst steuerst.
Ein klares Zeichen dafür, dass dein Nervensystem in den Entspannungsmodus wechselt.
1. Ankommen (1–2 Minuten)
Setz dich bequem hin oder stell dich aufrecht hin.
Lege eine Hand auf den Brustraum, eine auf den Bauch.
Atme ruhig durch die Nase ein und aus.
Nichts verändern. Nur wahrnehmen.
Signal an dein Nervensystem: Ich bin hier. Es ist okay.
2. Kälteimpuls – mini & kontrolliert (30–60 Sekunden)
Wähle eine dieser Varianten (bitte nicht alles gleichzeitig):
- Kühles Wasser über die Handgelenke laufenlassen
- Kühles Wasser über Nacken oder Unterarme
- Fenster kurz öffnen und kühle Luft bewusst einatmen
Wichtig:
Du bestimmst Dauer & Intensität.
Kein Durchhalten, kein Zwang.
Währenddessen:
- ruhig durch die Nase atmen
- innerlich sagen: Ich bleibe.
3. Atem + Regulation (2–3 Minuten)
Beende den Kälteimpuls bewusst.
Jetzt:
- verlängere die Ausatmung
- atme z. B. 4 Sekunden ein / 6 Sekunden aus
Spüre:
- Wärme, die langsam zurückkommt
- Puls, Atem, innere Bewegung
➜ Genau hier passiert die eigentliche Wirkung.
4. Integration – der Wohlfühl-Moment (1–2 Minuten)
Lege beide Hände auf den Brustraum oder die Oberschenkel.
Spüre den Kontakt.
Stell dir innerlich eine einfache Frage:
Was hat mir gerade geholfen, ruhig zu bleiben?
Keine Antwort erzwingen.
Manchmal ist es nur ein Gefühl von: Ich kann das.
5. Mini-Abschluss (10 Sekunden)
Sag innerlich:
Ich darf Unbequemes erleben – und bleibe mir verbunden.
Fertig. Kein Drama. Keine Eisscholle.
Warum diese Übung wirkt
- Sie aktiviert das Nervensystem ohne Überforderung
- sie stärkt Selbstwirksamkeit
- sie verbindet Reiz und Sicherheit
- sie ist besonders geeignet bei sensiblen Menschen, Stress, Erschöpfung, depressiven Verstimmungen
Wichtiger Wohlfühlogie-Hinweis 💛
Diese Übung ersetzt keine Therapie.
Aber sie kann ein körperlicher Anker sein – besonders für Menschen, die viel im Kopf sind und wieder ins Spüren wollen.
Von ♡ zu ♡
Deine Tine Sonnengold
Freue mich von dir zu lesen, schreibe mir gerne in die Kommentare wie es dir ergangen ist.
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