Warum Kerzenlicht so tief berührt – von innerem Licht bis zur heiligen Lucia

6 Minuten Lesezeit

Was macht Kerzenlicht eigentlich so magisch?

Vielleicht ist es das Feuer, das uns Menschen seit jeher fasziniert. Feuer bedeutet Leben, Schutz, Wärme – und manchmal auch Transformation.

Auch Kerzenlicht ist Feuer.
Aber in einer gezähmten Form.
So sanft, dass wir uns der Flamme nähern können, ohne Angst. So ruhig, dass wir ihr lange zusehen mögen.

Eine Flamme spendet Licht und Wärme.
Sie lässt das Wachs schmelzen, tanzt im Luftzug, verändert sich – und bleibt doch ganz bei sich. Man kann minutenlang, manchmal sogar stundenlang, in eine Kerzenflamme schauen und dabei alles um sich herum vergessen.

Kerzen begleiten uns durch besondere Momente des Jahres:
an Weihnachten, bei Geburtstagen, an festlich gedeckten Tischen oder bei einem stillen Bad am Abend.
Kerzenlicht verlangsamt. Es macht Augenblicke feierlich. Und manchmal sogar heilig.

Zünde dir doch heute bewusst eine Kerze an.
Nicht nebenbei. Sondern als kleines Ritual.
Und genieße dieses warme Licht, das – für einen Moment – nur für dich scheint. 🕯️

✔️ WOHLFÜHL- MARKER: Manchmal reicht eine einzige Flamme, um die Dunkelheit zu erinnern, wer wir wirklich sind.

Dieser Beitrag ist Teil des Themenbereichs „Inspiration – Gedanken, Philosophie & innere Perspektiven“, in dem ich Gedankenräume öffne, neue Blickwinkel anbiete und zum inneren Reflektieren einlade.

Der folgende Abschnitt ist eine unveränderte Leseprobe aus meinem Buch WOHLFÜHLOGIE – Oder (m) eine Wissenschaft des Wohlfühlens  für Dich

Meditation: „Licht in Dir“

Nach Indra Devi, der Grand Dame des modernen Yoga

Einstimmung: Der richtige Anfang
Diese Meditation ist ein sanfter Weg zurück zu deinem inneren Gleichgewicht.
Sie hilft dir, Geist und Körper zu vereinen, deinen Blick nach innen zu richten –
in dein Herz ♡, in dein Licht.

Vorbereitung – Deine Haltung ist deine Würde
Wähle eine bequeme Sitzhaltung, die du für einige Minuten gut halten kannst.
Ob im Lotussitz, im Schneidersitz auf dem Boden oder auf einem geraden Stuhl –
entscheidend ist, dass du entspannt und aufrecht sitzt.

Dein Rücken ist gerade, die Wirbelsäule aufgerichtet.
Der Atem und die Lebensenergie (Prana) können frei fließen.
Du darfst dich wohl und wach zugleich fühlen.
Kein Zwang – nur Einladung.

Der Fokus: Meditation mit der Kerzenflamme

Blick in die Flamme
Zünde eine Kerze an.
Betrachte einige Minuten ruhig die Flamme – beobachte Form, Farbe, Bewegung.
Lasse deine Gedanken dabei zur Ruhe kommen.

Augen schließen – inneres Bild
Schließe nun die Augen.
Kannst du das Bild der Flamme vor deinem geistigen Auge sehen?
Ja? Dann bleibe mit deiner Aufmerksamkeit bei diesem Lichtbild.
Noch nicht? Öffne die Augen wieder und betrachte die Flamme erneut.

Wiederhole dies sanft, ohne Druck.
Je weniger du willst, desto mehr darf geschehen.

Die Flamme wird zu deinem inneren Licht
Stelle dir nun vor:
Die Flamme brennt in dir – sanft, beständig, strahlend.

Versenke dieses Licht in eine Lotusblüte.
Diese Lotusblüte senkst du achtsam in dein Herz.

Du wirst zur Hüterin des Lichtes in deinem inneren Tempel.
Spüre, wie sich dieses Licht ausdehnt –
in deinen Körper, in deinen Geist, in dein gesamtes Energiefeld.

Wirkung des Lichtes – dein innerer Wandel
Beobachte, wie das Licht in deinem Herzen immer heller strahlt.
Es durchdringt Dunkelheit, Sorgen, alte Ängste.
Es vertreibt Zorn, Neid, Eifersucht, Schmerz.

Und es bringt:
Freude, Liebe, Frieden.

Du wirst zur Lichtträgerin – für dich und für andere.
Du sendest Strahlen voller Trost, Wärme und Klarheit in die Welt.

Abschluss: Die Verbindung mit dem Göttlichen
Wenn dir bewusst wird, dass das Licht in deinem Herzen eins ist mit dem göttlichen Licht, dann erkennst du:
Dieses Licht ist Liebe.
Es ist die Wahrheit.
Und es ist das, was du in Wahrheit bist.

Zitate der Weisheit zum Nachspüren
„Über Licht und Weisheit zu meditieren, bringt der Seele Frieden.“ – Swami Paramananda

„Die einfachste Weise, selbst gesund zu werden, ist: dafür zu sorgen, dass andere gesund sind.
Die einfachste Weise, selbst glücklich zu werden, ist: dafür zu sorgen, dass andere glücklich sind.“ – Swami Vivekananda

Impuls zur täglichen Praxis
Nimm dir täglich 10 Minuten Zeit für diese Lichtmeditation – besonders am Morgen oder am Abend, wenn die Welt stiller wird.

Frage dich zum Abschluss sanft:
Was würde die Liebe jetzt tun?
Wohin darf mein Licht heute fließen?

+++ Ende der Leseprobe +++

Lucia – das Licht, das durch die Dunkelheit geht

Da ich diesen Beitrag gerade kurz vor Weihnachten verfasse muss ich an Lucia – die Leuchtende denken. Ihr Name stammt vom lateinischen lux, dem Licht.

Die heilige Lucia lebte im 4. Jahrhundert und gilt als Märtyrerin und mutige Heldin.
Der Überlieferung nach versorgte sie verfolgte Christen mit Nahrung in dunklen Höhlen. Um die Hände frei zu haben, trug sie das Licht auf dem Kopf – einen Strahlenkranz mit Kerzen.

Lucia steht für Mitgefühl, Mut und Hoffnung. Alles Werte die mir auch sehr wichtig sind.
Sie gilt als Schutzpatronin der Armen und Kranken.
Ihr Festtag, der 13. Dezember, war im alten Kalender der Termin der Wintersonnenwende – ein echtes Lichterfest in der dunkelsten Zeit des Jahres.

Besonders in Schweden, aber auch in Dänemark, Norwegen und Finnland, wird Lucia bis heute gefeiert.
Ein landesweiter Brauch: In weißen Roben, mit rotem Band um die Taille, ziehen Prozessionen singend durch die Dunkelheit. Die gewählte Lucia trägt eine Krone aus Kerzen. Es erklingt das Lied Santa Lucia. Dazu gehören Pfefferkuchen, Safranbrötchen (Lussekatter) und Glögg – heißer, gewürzter Wein mit Mandeln und Rosinen. Licht für alle Sinne.

Auch in Berlin lebt diese skandinavische Licht-Tradition weiter:
in der schwedischen Kirche mit Lucia-Konzerten und auf dem Lucia-Weihnachtsmarkt in der Kulturbrauerei im Prenzlauer Berg wo ich viele Jahre gelebt habe.

Diese ganz besondere Atmosphäre dort habe jedes Jahr wieder sehr genossen.
Ganz ehrlich: Es ist einfach zauberhaft.
Wenn eine junge Frau oder ein Mädchen mit Kerzenkrone singend den Platz eröffnet, wird es still – und warm ums Herz.

Ich bin ein großer Fan solch alter Rituale. Da schwingt so viel Weisheit mit …
Dieses Fest erinnert mich daran, dass Licht nicht nur von außen kommt.
Sondern immer auch von innen.

Vielleicht warst du selbst schon einmal dort –
oder sogar in Schweden oder einem anderen skandinavischem Land und hast diesen Brauch miterlebt?

Von ♡ zu ♡
Deine Tine Sonnengold

Mini-Reflexionsfrage

Wo in deinem Leben darf dein inneres Licht gerade heller leuchten –
nicht für andere, sondern zuerst für dich selbst?

Schreib mir gerne in die Kommentare.
Ich freue mich, von dir zu lesen. 


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