Anthony William über Schlaf: Heilung, Selbstheilungskräfte & was die Wohlfühlogie daraus mitnimmt

11 Minuten Lesezeit

Dieser Beitrag ist Teil des Themenbereichs „Schlaf, Ruhe & Regeneration“.

In diesem Themenraum widme ich mich der Frage, wie Schlaf, bewusste Pausen und natürliche Rhythmen Körper, Geist und Nervensystem stärken – und warum echte Regeneration die Grundlage für Gesundheit, Lebensfreude und innere Balance ist.

Zwischen Polarisation und persönlicher Wahrheit

Es gibt Namen in der Gesundheitswelt, an denen kommt man nicht vorbei.
Einer davon ist Anthony William.

Geliebt von vielen.
Scharf kritisiert von anderen.
Und irgendwo dazwischen stehen Menschen wie ich – neugierig, prüfend, offen.

Wer sich mit ganzheitlicher Gesundheit beschäftigt, stößt früher oder später auf ihn. Auf Selleriesaft, Glucose, Nervensystem & Co. Und auf die große Botschaft: Dein Körper kann mehr, als du glaubst.

Und genau da werde ich hellhörig.

Nicht, weil ich alles glaube sondern weil ich an etwas glaube:

An unsere Selbstheilungskräfte.
An Selbstbestimmung.
Und daran, dass Wissen erst dann zu Wahrheit wird, wenn wir es selbst fühlen.

Warum Anthony William beim Thema Schlaf nicht übersehen werden kann

Anthony William bezeichnet sich als „Medical Medium“ und sagt, seine Informationen stammen von einer geistigen Quelle, die er „Spirit of Compassion“ (Geist des Mitgefühls) nennt. Seine Bücher sind internationale Bestseller und finden weltweit eine große Anhängerschaft. Sein erstes Buch (2016) heisst: Mediale Medizin – Der wahre Ursprung von Krankheit & Heilung. Trotz oder vielleicht auch wegen seines Erfolges werden seine Aussagen aus medizinischer Sicht stark kritisiert, da sie nicht wissenschaftlich belegt sind.

Beides gehört zur Wahrheit.

Für mich ist entscheidend:
Er spricht Menschen Hoffnung zu, besonders chronisch Kranken.
Er erinnert an Selbstheilung.
Er fordert Eigenverantwortung.

Und genau das ist auch Kern der Wohlfühlogie.

Schritt 6 im Healing Path – Schlaf als Heilungsfenster

In seinem kostenlosen OnlinekursHeilungsweg“ beschreibt Anthony William den Schlaf als zentralen Heilungsmechanismus des Körpers.

Schritt 6 seines 18-Schritte-Heilungswegs lautet: Schlaf.

Er sagt, Schlaf verjüngt den Körper rundum.
Er stärke die Nebennieren und das endokrine System.
Er unterstütze die Neubildung von Gehirnzellen.
Er schenke Frische und Energie.

Besonders hebt er eine nächtliche Phase hervor: Die Zeit zwischen 23:00 und 3:00 Uhr

Diese Stunden beschreibt er als besonders kraftvolles Heilungsfenster.
Im Sommer – durch die Zeitverschiebung – entspreche das 22:00 bis 2:00 Uhr.

Denn wie stark Schlaf wirkt, hängt auch davon ab, ob wir im Einklang mit unserem natürlichen Biorhythmus leben. In dieser Phase, so seine Aussage, vollziehe der Körper einen Großteil seiner Regenerationsarbeit. Ob man diese Uhrzeiten nun exakt übernimmt oder nicht – die Botschaft dahinter ist kraftvoll:

Früher schlafen heißt früher regenerieren.

Und das deckt sich durchaus mit dem, was auch Chronobiologie und Schlafmedizin über den zirkadianen Rhythmus sagen.

Heilen im Ruhezustand – wenn Ausruhen schon Therapie ist

Ein Gedanke von Anthony William berührt mich besonders:

Selbst wenn du nicht schläfst, kannst du heilen.

Er beschreibt eine „Resting the Nerves“-Technik – eine bewusste Ruhephase von 8 bis 20 Minuten mit geschlossenen Augen. Im Liegen oder Sitzen.
Mit der inneren Haltung: „Ich lade meine Nerven auf.“

Und hier schließt sich für mich der Kreis zur Wohlfühlogie:

Die Selbstheilung gehört zu dir wie dein Herzschlag.

Du verfügst über eine natürliche Fähigkeit zur Selbstheilung ganz unabhängig davon, wie alt du bist oder wie dein aktueller Gesundheitszustand aussieht.

Diese Fähigkeit braucht keinen Druck.
Keine Härte.
Keinen Kampf.

Sie braucht Raum.

Schlaf ist Raum.
Ruhe ist Raum.
Augen schließen ist Raum.

ÜBUNG: Sterne beobachten – eine ungewöhnlich schöne Einschlafübung von Anthony William

Eine seiner wohl poetischsten Empfehlungen:

Vor dem Schlafengehen Sterne beobachten. Er sagt das Beobachten der Sterne ist eine der besten Art, sich auf seinen Schlaf vorzubereiten.

Wenn möglich, gehe dafür nach draußen. Falls das gerade nicht machbar ist oder der Himmel verdeckt bleibt, erinnere dich an das letzte Mal, als du die Sterne gesehen hast und lass dieses Bild in deinem Inneren entstehen. Du kannst dir auch ein Sternenfoto ansehen und den Blick darin ruhen lassen. Das KI-Titelbild dieses Beitrags ist genau dafür gedacht, als visuelle Unterstützung für deine Übung.

Die Idee dahinter:
Den Blick weiten.
Sich mit etwas Größerem verbinden.
Das Nervensystem aus dem Alltag herausholen.

Und ganz ehrlich – das ist eine Einschlaftechnik, die mir sehr gefällt.

Sie ist sanft.
Nicht leistungsorientiert.
Nicht optimierend.

Einfach nur der Blick nach oben.
Mache diese Übung jeden Abend oder so oft wie möglich. Nimm dir so viel Zeit für diese Übung wie du kannst. Egal ob es 10 Minuten oder 10 Sekunden sind, du bereitest dich auf einen besseren Schlaf vor.

Wenn dich die ganzheitliche Wirkung von Schlaf weiter interessiert, findest du hier meinen ausführlichen Überblick zu Schlaf als Jungbrunnen für Körper, Geist und seelische Balance mit weiterführenden Zusammenhängen rund um Regeneration, Nervensystem und innere Balance.

Glucose vor dem Schlaf – warum Früchte eine Rolle spielen

Obst als Seelentröster

Ein zentraler Gedanke bei Anthony William ist die Bedeutung von Glucose für das Gehirn. Er betont, dass unser Gehirn auf natürliche, fruchtbasierte Glucose angewiesen sei, um Neurotransmitter wie Serotonin ausreichend bilden zu können und dass ein Mangel daran Schlafprobleme begünstigen könne.

Seine konkreten Empfehlungen für den Abend:

  • Iss vor dem Schlafengehen eine Banane oder eine Mango – das gibt deinem Körper die richtige Art von Glukose, die dir hilft, besser zu schlafen. 
  • 2-3 Datteln zwei bis drei Stunden vor dem Zubettgehen sind auch ein guter Schlafunterstützer, denn sie sollen im Schlaf helfen beim Loslassen von angestauten Emotionen. Sie helfen bei nervöser Anspannung & Unruhe. Dein Gehirn dankt es dir, es liebt Glucose, aber die natürliche, gesunde heilende Form aus Früchten. Datteln weisen den höchsten Energie- und Rohfasergehalt unter allen Obstsorten auf. Das brachte ihnen den Namen „Brot der Wüste“ ein. Sie sind wahre Nährstoffbomben und sind randvoll mit Mineralstoffen, Vitaminen und wertvollen Pflanzeninhaltsstoffen gefüllt. Bei Arabern gilt die Dattel als natürliches Einschlafmittel. Reich an Tryptophan, einem Eiweißbaustein, der im Gehirn zu Serotonin und zu Melatonin verwandelt wird, verbessern Datteln die Schlafqualität und wirken außerdem beruhigend. In den langen und dunklen Wintermonaten sind sie sehr geschätzt aufgrund ihrer stimmungsaufhellenden Eigenschaft. 
  • Trinke vor dem Schlafengehen einen beruhigenden Tee wie Zitronenmelisse oder einen anderen Kräutertee, den du bevorzugst und der dir Trost spendet.

Anthony beschreibt Früchte als „reine, heilende Glucosequelle“, die das Gehirn versorgt und das Nervensystem stabilisiert.

Wichtig ist hier: In der Ernährungswissenschaft wird zwar anerkannt, dass das Gehirn Glucose als Energiequelle nutzt, doch die sehr spezifischen Zusammenhänge, die Anthony William beschreibt, sind wissenschaftlich nicht belegt.

Was ich daraus für mich mitnehme, ist etwas Einfacheres:

Unser Gehirn braucht Energie.
Unser Nervensystem reagiert sensibel auf Blutzuckerschwankungen. Und ein leichter, gut verträglicher Snack am Abend kann für manche Menschen tatsächlich entspannend & beruhigend wirken.

Nervensystem & „Recharging“ – sein Blick auf Schlafstörungen

Anthony William spricht häufig von geschwächten Neurotransmittern und einem überlasteten Nervensystem als Ursache von Schlafproblemen. Er verwendet Bilder wie „Elektrizität, die nicht gleichmäßig fließt“ oder „Nerven, die nicht ausreichend aufgeladen sind“. Und er führt Schlafstörungen teils auf virale Belastungen oder sogenannte Neurotoxine zurück. 

Was wissenschaftlich gut belegt ist:

  • Chronischer Stress beeinflusst Neurotransmitter.
  • Das autonome Nervensystem spielt eine zentrale Rolle beim Einschlafen.
  • Dauerbelastung kann Schlafqualität deutlich verschlechtern.

Die „Resting the Nerves“-Technik – ein stiller Schatz

Eine Übung, die unabhängig von allen Erklärmodellen wertvoll sein kann, ist seine Ruhetechnik:

8–20 Minuten Augen schließen.
Bequem sitzen oder liegen.
Dem Nervensystem bewusst Erholung zusprechen.

Ich lade meine Nerven auf.
Ich gebe ihnen Heilungszeit.

Das ist keine Magie.
Das ist Regulation.

Und das deckt sich erstaunlich gut mit modernen Erkenntnissen über Parasympathikus-Aktivierung, Vagusnerv-Stimulation und bewusste Entspannungspraxis.

Manchmal ist es weniger wichtig, wie jemand etwas erklärt.
Sondern ob die Übung dem Körper guttut.

Machst du diese Übung als Routine, erinnert sich dein Gehirn daran und die Übung wird kraftvoller, verstärkt ihre positive Wirkung auf die Nerven.

Du stärkst mit dieser Übung auch dein Immunsystem.

Kokoswasser, Mineralien & Traumveränderer

In seinen Büchern – unter anderem in Brain Saver – empfiehlt Anthony William bestimmte Lebensmittel zur Unterstützung des Nervensystems:

  • Kokoswasser wegen seiner Elektrolyte
  • Mango, Kirschen oder Zucchini in sogenannten „Stabilizer“- oder „Traumveränderer“-Shots
  • Kokosöl bei Schlafproblemen rund um die Wirkung vom Vollmond

Er beschreibt Kokoswasser als besonders mineralstoffreich und „blutähnlich“ in seiner Zusammensetzung. Es enthält Elektrolyte wie Kalium,  Magnesium + Kalzium was für den Flüssigkeitshaushalt und die Nervenfunktion relevant ist. Ich selbst bin ein absoluter Fan von jeglichen Kokosprodukten und habe wirklich schon sensationelle Erfolge damit für mich und meine Liebsten erzielt. Es ist ein isotonisches Naturwunder, das den Körper auf zellulärer Ebene erfrischt, nährt und ins Gleichgewicht bringt. Wieso sollte es dann nicht auch den Körper beim Schlaf unterstützen. In Indien gilt es seit Jahrhunderten als Lebenselixier und wird nicht umsonst als Wasser des Lebens bezeichnet. Kokoswasser verstärkt alle Vitalstoffe die zusätzlich genommen werden! Es ist also ein Vitalstoffbooster.

Hier noch ein spezielles Rezept von ihm.

SLEEP & recharging Stabilizer SHOT:

  • 3/4 Tasse frische oder aufgetaute Tasse MANGO 
  • 1/8 Tasse DILL dicht gefüllt
  • 1/4 Tasse gewürfelte GURKE 
  • 1/2 Tasse grob geschnittenen SALAT  dicht gefüllt

alles entsaften und später

  • 1/2 Tasse AHORNSIRUP  – Glucose & Spurenmineralien

dazu geben

Was ich aus all dem mitnehme

Und hier wird es persönlich.

Für mich ist Anthony William kein Guru. Er ist auch kein Feindbild. Ich sehe ihn als ein Impulsgeber.

Er erinnert daran, dass Schlaf mehr ist als „Pause“.
Dass Ruhe aktive Regeneration ist. Dass unser Körper nachts arbeitet.

Und vor allem erinnert er an etwas, das mir zutiefst entspricht:

Dein Körper heilt.

Vielleicht nicht immer so, wie wir es uns wünschen.
Vielleicht nicht spektakulär. Aber er arbeitet. Ununterbrochen 24/7 und zwar für uns und nicht wie man manchmal annehmen könnte gegen uns.
Er möchte alle Welt wissen lassen, dass niemand selbst schuld an seinen Gesundheitsstörungen ist und dass die Möglichkeit der Besserung immer besteht.

Und hier kommt mein innerer Kompass ins Spiel:

Meine 3 W’s

Wissen
Ich höre mir an, was gesagt wird oder natürlich auch was geschrieben steht.

Wohlfühlen
Ich probiere aus, was sich für mich davon stimmig anfühlt.

Wahrheit
Ich entscheide selbst, was bleibt weil es für mich funktioniert.

Und auch du entscheidest selbst, ob etwas für dich stimmig ist oder nicht.

Wissen wird erst dann zum inneren Schatz, wenn du es anwendest und fühlst.
Von gewusst zu bewusst – das ist der Weg der Wohlfühlogie.

Es gibt nicht die eine Wahrheit.
Aber es gibt deine Wahrheit und die ist auch nicht in Stein gemeisselt und kann sich je nach Lebenssituation oder Gesundheitszustand wieder ändern.

Dein Wahrheit sollte nicht erschüttert werden von Meinungen von außen – weder von begeisterten Anhängern noch von lauten Kritikern. Du bist dein eigener Ratgeber, denn keiner kennt dich so gut wie du dich selbst.

Veränderung darf leicht sein

Veränderung braucht nicht immer Disziplin.
Sie darf Freude machen.

Wenn dich der Gedanke berührt, vor dem Schlafengehen Sterne zu betrachten – probiere es aus.
Wenn dir eine Banane am Abend guttut – wunderbar.
Wenn du mit geschlossenen Augen dein Nervensystem bewusst zur Ruhe bringst – umso besser.

Spürst du dabei ein inneres Aufatmen oder eine Aufbruchsstimmung?
Dann bist du auf deinem Weg.

Was uns leichtfällt, bleibt leichter bestehen.

Und vielleicht ist genau das die heilsamste Form von Selbstbestimmung.

Was hast du heute Neues erfahren?
Was davon fühlt sich stimmig an?
Und was darfst du getrost wieder loslassen?

Wissen ist wertvoll.
Aber deine Wahrheit entsteht erst im Spüren.

✻ WOHLFÜHLOGIE – REFLEXION

Welche kleine Schlafgewohnheit möchtest du vielleicht einmal bewusst ausprobieren – einfach neugierig, ohne Erwartungsdruck?

Von ♡ zu ♡

Deine Tine Sonnengold

P.S.: Falls du jetzt Lust bekommen hast, heute Abend die Sterne anzuschauen oder dein Nervensystem bewusst „aufzuladen“ – dann probiere es aus.

Und wenn du solche Impulse magst, bleib gern in meiner Wohlfühl-Gesellschaft.

Hier darf Gesundheit leicht sein.
Und Erkenntnis darf weich landen.


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