Darf es auch mal nichts sein?

5 Minuten Lesezeit

Warum sind Pausen wichtig für unser Wohlbefinden? Das 10. WOHLFÜHL-Mosaik zeigt, warum Erholung kein Luxus ist und nicht erst verdient werden muss. Mit einer einfachen Fünf-Minuten-Pause kannst du ausprobieren, wie wohltuend es sein kann, das Handy beiseitezulegen, nichts zu erledigen und einfach da zu sein.

Kennst du das? Kaum ist ein Punkt per deiner Planung erledigt, wartet schon der nächste. Und wenn tatsächlich einmal fünf Minuten frei sind, greifen wir ganz automatisch zum Handy, beantworten noch schnell eine Nachricht oder überlegen, was wir als Nächstes erledigen könnten.

Die Wäsche wartet. Das Handy blinkt. Irgendwas ist immer.

Aber muss wirklich jede freie Minute sinnvoll genutzt werden?

Dabei darf es auch einmal anders sein. Beine baumeln lassen.
Entspannung à la Pippi Langstrumpf: einfach mal Faulenzen ohne schlechtes Gewissen.

Gerade im Advent, wenn Termine, Vorbereitungen und Erwartungen den Alltag voller machen, tut eine kleine Erinnerung gut: Du musst dir Erholung nicht erst verdienen.

Denn nicht jede freie Minute muss sinnvoll genutzt werden. Manchmal liegt das Wohltuende gerade darin, nichts aus der Zeit machen zu müssen.

☆ 10. WOHLFÜHL-Mosaik: Pause – Nichtstun ist auch etwas

☆ DER GEDANKE

Du musst nicht jede freie Minute nutzen. Manchmal ist das Wohltuendste, einfach da zu sein und dem Leben einen Moment Zeit zu geben, dich einzuholen.

Wer kennt ihn nicht, Loriots Sketch ‚Feierabend‘? Hermann möchte einfach nur dasitzen. Doch kaum gönnt er sich das Nichtstun, wird es zum abendfüllenden Gespräch. Manchmal ist es eben gar nicht so leicht, einfach nichts zu tun – vor allem, wenn andere das nicht verstehen.

Loriot - Feierabend - video Dailymotion

☆ DAS WISSEN

Pausen unterbrechen die Dauerbeschäftigung und geben unserer Aufmerksamkeit Gelegenheit, sich zu erholen. Dafür muss eine Pause nicht lang sein.

Entscheidend ist oft, ob wir tatsächlich aus dem Tun aussteigen oder uns lediglich einer anderen Beschäftigung zuwenden. Denn auch beim vermeintlichen Ausruhen können neue Nachrichten, Bilder und Informationen unsere Aufmerksamkeit beanspruchen.

Eine Pause muss übrigens nicht vollkommen still sein. Aus dem Fenster schauen, ein paar Schritte gehen, Musik hören oder eine Tasse Tee genießen kann ebenso wohltuend sein. Was uns guttut, ist individuell verschieden.

Und nein: Du musst auch nicht jede Pause für Atemübungen, Meditation oder irgendeine andere Methode nutzen. Manchmal darf eine Pause einfach eine Pause sein.

☆ DEINE FRAGE

➽ Wann habe ich mir zuletzt eine Pause gegönnt, die keinen anderen Zweck hatte, als mir gutzutun?

Nicht, um anschließend leistungsfähiger zu sein. Nicht, um danach noch mehr zu schaffen. Einfach für dich.

Vielleicht fällt dir sofort eine Situation ein. Oder du merkst, dass du freie Zeit häufig mit irgendetwas füllst.

Beobachte einmal, was bei dir passiert, wenn gerade nichts ansteht. Kannst du die Ruhe genießen oder meldet sich gleich der Gedanke, dass du deine Zeit besser nutzen könntest?

Es gibt nichts zu bewerten. Es geht nur darum, dich selbst ein bisschen besser kennenzulernen. Und da sind wir schon sofort im Mini- Experiment.

☆ DEIN MINI-EXPERIMENT

Fünf Minuten. Nur für dich.

Lege dein Handy beiseite. Mach dir eine Tasse Tee, schau aus dem Fenster oder lausche den Geräuschen um dich herum.

Nichts nebenbei erledigen. Keine Nachrichten beantworten. Keine Einkaufsliste schreiben. Du musst auch nicht meditieren.

Sei einfach da.

Wenn es dir hilft, stelle einen Timer, damit du nicht ständig auf die Uhr schauen musst. Fünf Minuten können ganz schön lang sein, wenn man einmal nichts vorhat. 

Und wenn deine Gedanken trotzdem munter weiterarbeiten? Kein Problem. Du musst sie nicht wegschicken. Lass sie kommen und gehen, während du dir diese kleine Auszeit gönnst.

Spüre anschließend nach: Wie waren die fünf Minuten für dich? Ungewohnt, angenehm, unruhig oder überraschend erholsam?

♡ Es gibt kein richtig oder falsch. Du hast dir Zeit für dich genommen und das zählt. ♡


☆ DER WEITERFÜHRENDE BLOGARTIKEL

Pause drücken: Warum Nichtstun manchmal das Produktivste ist

Wir haben uns daran gewöhnt, beschäftigt zu sein. Selbst in freien Momenten gibt es immer etwas, das wir erledigen, nachschauen oder planen könnten.

Doch muss jede freie Minute gefüllt werden? Und warum fällt es uns manchmal so schwer, einfach nichts zu tun?

In meinem Blogartikel geht es um die Kunst des Innehaltens, den Wert ungenutzter Zeit und die Frage, warum Nichtstun durchaus seinen Platz in einem wohltuenden Alltag verdient.

Vielleicht entdeckst du dabei eine neue Perspektive auf deine Pausen – ganz ohne Leistungsnachweis. ♡

♡ TINE-TIPP

Richte dir eine kleine Pausen-Ecke ein.

Ein Lieblingssessel, ein gemütliches Kissen oder ein Platz am Fenster genügt. Hier werden keine Mails gecheckt und keine Social-Media-Runden gedreht.

Dieser Platz ist für dich da. Zum Durchatmen, Träumen, Tee trinken oder einfach zum Nichtstun.

Eine kleine Wohlfühl-Insel mitten im Alltag – ganz ohne Eintrittskarte und Öffnungszeiten.

♡ ♡ ♡

✔️ WOHLFÜHL-MARKER:

Eine Pause ist keine verlorene Zeit.
Sie ist eine Einladung, wieder bei sich selbst anzukommen.

Von ♡ zu ♡

Deine Tine Sonnengold

☆ Hier geht’s zum nächsten WOHLFÜHL-Mosaik

Welches Tempo passt zu dir?

Eine Pause einzulegen ist das eine. Den eigenen Wohlfühlrhythmus im Alltag zu finden, das andere. Denn wir haben nicht immer dasselbe Tempo. Manchmal sind wir voller Tatendrang, manchmal brauchen wir mehr Ruhe. Und nicht jeder Takt, den der Alltag vorgibt, passt auch zu uns.

Im nächsten WOHLFÜHL-Mosaik Nr. 11 geht es um dein persönliches Tempo und die Frage, wie du deinen Rhythmus bewusster wahrnehmen kannst.

Vielleicht muss es gar nicht immer schneller gehen. Es darf sich einfach mehr nach dir anfühlen. ♡

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