Ein ehrlicher Jahresrückblick 2025 über Trauer, Wachstum, Dankbarkeit und Neubeginn. Ein sanftes Resümee mit Reflexionsfragen zum Jahreswechsel.
Dieser Beitrag ist Teil des Themenbereichs „Inspiration – Gedanken, Philosophie & innere Perspektiven“, in dem ich Gedankenräume öffne, neue Blickwinkel anbiete und zum inneren Reflektieren einlade.
Wenn das Jahr sich verneigt und leise fragt: „Na, wie war’s?“
Da steht es also wieder: das Jahresende.
Die letzten Kalenderblätter wirken plötzlich sentimentaler als sonst, als wollten sie flüstern:
„Na, wie war’s?“
Ein Jahresresümee ist kein nüchterner Rückblick mit Stift und Statistik.
Es ist eine liebevolle Begegnung mit sich selbst.
Ein Innehalten zwischen alten Geschichten und neuen Möglichkeiten.
Und manchmal auch ein stilles Schulterklopfen:
„Gut gemacht, du Herzmensch.“
Zum Jahreswechsel möchte ich ein Zitat von Georg Christoph Lichtenberg teilen: „Ich kann freilich nicht sagen, ob es besser werden wird, wenn es anders wird; aber so viel kann ich sagen: Es muss anders werden, wenn es gut werden soll.“
Das soll nicht bedeuten, dass das Jahr 2025 nur schlecht war.
Nein, das war es nicht.
Doch nach den natürlichen Gesetzen des Universums – keine Sorge, es gibt zwölf davon, ich zähle sie hier nicht alle auf – werden Dinge erst dann gut oder schlecht, klein oder groß, wenn wir sie in Relation setzen.
Es gibt also ein Gesetz der Relativität.
Alles im Leben ist zunächst einfach nur.
Wir selbst geben den Dingen ihre Bedeutung.
Zwischen Licht & Schatten – was mich 2025 gelehrt hat
Ein weiteres Gesetz, das mich dieses Jahr stark geprägt hat, ist das Gesetz der Polarität.
Zu allem im Universum gibt es ein Gegenteil – und beide Seiten sind gleichwertig.
Das bedeutet:
Wenn mir etwas geschieht, das ich als „schlecht“ einordne, existiert darin gleichzeitig auch etwas Gutes. Nicht immer sofort sichtbar. Aber vorhanden.
Wir machen eine Situation positiv oder negativ, obwohl sie in Wahrheit beides zugleich enthält. Kannst du mir noch folgen?
Und dann wäre da noch das Gesetz des Rhythmus.
Alles bewegt sich.
Nichts bleibt gleich.
Ebbe und Flut.
Auf und ab.
Erst die „schweren“ Gefühle machen es möglich, die leichten wirklich zu fühlen.
Wenn das Leben nicht planbar ist – und genau darin seine Kraft liegt
Im Leben geht es immer auf und ab.
Und so war es natürlich auch für mich 2025 – wie für jeden anderen auch.
Das Leben ist nur bedingt planbar.
Und genau das ist das Spannende daran.
Die Angst kommt von allein.
Um die Zuversicht müssen wir uns kümmern.
Letztes Jahr um diese Zeit kümmerte ich mich intensiv um meine Mutter.
Gesundheitlich stark geschwächt, fast Mitte achtzig, beginnende Demenz, mehrere Krankenhausaufenthalte in kurzen Abständen – sie erholte sich nicht mehr wirklich.
Trotz allem blieb ich zuversichtlich.
Zuversicht ist eine aktive Entscheidung – selbst im Chaos.
Als klar wurde, dass sie nicht mehr allein in ihrer Wohnung bleiben konnte – der Wohnung, in der sie über fünfzig Jahre gelebt hatte – musste neu geplant werden:
- einen Heimplatz finden
- die Wohnung auflösen
Wir haben all das gut bewältigt. Dann kam ein weiterer Krankenhausaufenthalt. Und selbst da war ich noch voller Hoffnung. Doch meine Mutter wurde nicht mehr gesund.
Nach ihrer Geburtstagsfeier zum 85. Geburtstag im Heim verstarb sie am selben Abend. 🖤
Trauer, Tränen und der Mut, nichts zurückzuhalten
Ich kann es kaum erklären – aber ich kann eines sagen:
So viel geweint wie in diesem Jahr habe ich mein ganzes Leben zusammen nicht.
Und das war neu für mich. Denn ich bin eigentlich keine weinerliche Person. Doch ich habe die Tränen nicht zurückgehalten. Ich habe sie fließen lassen.Und mich meiner Trauer bewusst gestellt.
Das kann ich jedem nur empfehlen:
Loslassen.
Sich Zeit nehmen.
Trauer zulassen.
Mit jedem Menschen, der geht, geht eine ganze Welt.
Der Weg zu mehr Zuversicht ist für jeden ein anderer.
Dankbarkeit war für mich ein wichtiger Anker in dieser Zeit.
Schreiben als Heilraum – und der Mut, mein Buch in die Welt zu bringen
Nach dem Tod meiner Mutter geschah etwas in mir.
Ein leiser, aber kraftvoller innerer Wandel.
Mein Schreiben wurde zum Heilraum.
Und ich folgte dem inneren Ruf, mein langjähriges Buchprojekt jetzt endlich ins Leben zu bringen.
Gerade dort, wo so viel Liebe gegangen war, nutzte ich diese Kraft.
Am 17. September 2025 habe ich mein Buch „WOHLFÜHLOGIE – Oder (m)eine Wissenschaft des Wohlfühlens“ mit 484 Seiten im Selbstverlag bei Books on Demand veröffentlicht.
Darauf bin ich zutiefst stolz.
Me-Time, Coaching & neue Räume für mich
Im Oktober habe ich mir selbst ein Geschenk gemacht:
Ich habe erstmals ein Coaching in Anspruch genommen.
Es fühlte sich an wie eine Belohnung für all das, was ich in diesem Jahr getragen habe.
Endlich war da jemand, der mich sieht, mich versteht und mir Raum gibt.
Das war unglaublich wertvoll und ich habe mein Sein als Bloggerin & Autorin gefestigt.
Am Internationalen Tag des Lächelns habe ich dann beschlossen, meinen Blog zu starten.
Als Begleitung zu meinem Buch. Als Raum für Vertiefung, Inspiration und neue Gedanken.
Auf tinesonnengold.info findest du neben dem Blog noch:
- die Definition der Wohlfühlogie
- Leseproben zu Stress, Entspannung und Lebensenergie
- das Inhaltsverzeichnis meines Wohlfühl-Guides
Worum es mir wirklich geht: Wohlfühlen in der Tiefe
Wohlfühlen bedeutet nicht nur, den Körper zu spüren.
Es bedeutet auch, emotionales und psychisches Wohlsein ernst zu nehmen.
Wir sind gemacht für mehr als bloßes Funktionieren.
Wir sind gemacht fürs Leuchten.
Fürs Pulsieren.
Für Lebensfreude.
Genau darum geht es auf meinem Blog.
Mein Blog – Kategorien & Herzthemen
Damit meine 50 Blogbeiträge aus Oktober bis Dezember ihren Platz finden konnten, habe ich sie diesen Kategorien zugeordnet:
- Willkommen – mein Werdegang & die Entstehung der Wohlfühlogie
- WOHLFÜHLOGIE – Wissenschaft des Wohlfühlens | Übungen & Praxis
- ACHTSAMKEIT, INTUITION & SELBSTWAHRNEHMUNG
- HUMOR, GLÜCK & POSITIVE PSYCHOLOGIE
- INSPIRATION – Gedanken, Philosophie & innere Perspektiven
- KÄLTE- UND WÄRMEREIZE & Immunsystemaktivierung
- LEBENSENERGIE & INNERE ORDNUNG
- MENTALE ÜBERLASTUNG, Stressmanagement & Reizreduktion
- Nervensystem & innere Sicherheit – emotionale Regulation verstehen
- NATUR, BALANCE & BIOPHILIE
- SCHLAF, RUHE & REGENERATION
Was habe ich 2025 über mich gelernt?
Mein altes Motto hat sich erneut bewahrheitet:
Alles ist möglich.
Ich hätte nie gedacht, dass ich gerade in einer Zeit tiefer Trauer:
- mein Buch veröffentliche
- einen Blog starte
- regelmäßig schreibe
Und doch habe ich es getan.
Das zeigt mir:
Wir selbst setzen unsere Grenzen.
Die wichtigste Lektion aus 2025
Egal wie traurig, schwer oder schmerzhaft eine Situation ist –
es gibt immer auch Licht.
So wie es ohne Dunkelheit auch kein Licht gäbe.
Die sanfte Kunst des Rückblicks
Ein Resümee ist in der Wohlfühlogie keine Bilanz.
Es ist ein Rückschauen mit Gefühl, nicht mit Urteil.
1. Würdigung statt Bewertung
Frag dich nicht: „Was habe ich geschafft?“
Sondern: „Was hat mich genährt, getragen, verwandelt?“
2. Loslassen, was gehen darf
Wie die Natur im Herbst dürfen auch wir Blätter fallen lassen.
Gedanken. Erwartungen. Vielleicht auch Menschen.
3. Dankbarkeit als Leuchtfaden
Betrachte dein Jahr wie eine Lichterkette.
Die Dankbarkeit lässt sie leuchten – selbst in dunklen Zeiten.
Zwischen Alt und Neu
Ein Jahresresümee ist kein Abschlussbericht.
Es ist das Zubinden einer Schleife um das, was war.
Mit Liebe. Mit Verständnis. Mit einem Schmunzeln.
Und dann darfst du dich verneigen – vor dir selbst.
Denn das alte Jahr war nicht perfekt.
Aber es war deins.
Und das ist mehr als genug. 💛
Reflexionsfragen für dein Jahresresümee
Dankbarkeit
- Für welche drei Momente empfinde ich tiefe Dankbarkeit?
- Wer oder was hat mir Halt gegeben?
- Welche Erkenntnis nehme ich mit?
Loslassen
- Was darf in Frieden gehen?
- Welche Gedanken darf ich verabschieden?
- Wo darf ich mir selbst verzeihen?
Neuausrichtung
- Wovon wünsche ich mir mehr?
- Was darf leichter werden?
- Welches Gefühl wähle ich für 2026 als Leitstern?



Von ♡ zu ♡
Deine Tine Sonnengold
P.S.: Bis nächstes Jahr
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