Wohlfühlogie des Warmbleibens: Ein bisschen Wissenschaft, ein bisschen Humor, ein bisschen „Ach sooo!“-Effekt
Dieser Beitrag ist Teil des Themenbereichs „Kälte- und Wärmereize & Immunsystemaktivierung“, in dem ich zeige, wie gezielte Temperaturreize Körper, Nervensystem und innere Widerstandskraft sanft unterstützen können.
Die Wohlfühlogie erklärt, warum Frauen im Winter schneller frieren – mit einem ganzheitlichen Blick auf Körper, Wahrnehmung und innere Balance. Es gibt noch einen Teil 1 der Wohlfühlogie des Warmbleibens. Falls du ihn noch nicht gelesen hast findest du ihn hier.
Vielleicht kennst du diese Szene:
Du sitzt gemütlich auf dem Sofa, eingekuschelt in eine Decke… und trotzdem haben deine Füße die Temperatur eines ambitionierten Eiswürfels. Während neben dir jemand sitzt, der behauptet: „Mir ist eigentlich warm.“
Ja – willkommen in der Wissenschaft der kalten Füße, einer Disziplin, die wir Frauen leider ziemlich gut beherrschen.
Aber dahinter steckt kein persönlicher Makel – sondern reine Biologie.
1. Weniger Muskelmasse = weniger Wärmekraftwerk
Muskeln sind kleine Heizkraftwerke. Sie produzieren Wärme, indem sie Energie verbrennen.
- Männer haben im Durchschnitt rund 40 % Muskelanteil
- Frauen dagegen nur etwa 25 %
Das heißt:
Wir haben von Natur aus weniger „Körperheizung“ am Start.
Oder anders formuliert:
Wenn Männer ein Kaminfeuer im Körper tragen, besitzen wir eher ein kleines Teelicht. Schon warm, aber eben nicht ganz so leistungsstark.
2. Frauen wiegen meist weniger – und verlieren dadurch schneller Wärme
Selbst bei gleicher Körpergröße wiegen Frauen im Schnitt weniger als Männer.
Das klingt erst einmal nett – bedeutet aber physiologisch:
- weniger Körpermasse = weniger Speicher für Wärme
- mehr Oberfläche im Verhältnis zur Masse = schnellere Wärmeabgabe
Kurz gesagt:
Wir kühlen schneller aus – nicht, weil wir empfindlicher sind, sondern weil die Physik das so beschlossen hat.
3. Der Körper schützt zuerst das Zentrum – und spart an den Enden
Sobald es kalt wird, hat unser Körper eine klare Priorität:
Lebenswichtige Organe warm halten – Arme, Hände und Füße können warten.
Bei Frauen passiert diese Umstellung sogar früher:
Bereits bei 15 Grad beginnen sich Blutgefäße in Händen und Füßen zu verengen, damit Herz, Lunge und Gehirn genügend warme Blutversorgung erhalten.
Der Preis dafür:
- kalte Zehen
- kalte Hände
- das Gefühl, dass die eigene Fußsohle einen Antrag auf Winterschlaf gestellt hat
Es ist also kein Wunder, dass wir im Winter schneller frösteln – unser Körper arbeitet schlicht wie ein kluger Energiemanager.
4. Warum gerade die Füße so empfindlich sind
Füße haben von Natur aus:
- weniger Durchblutung
- wenig Muskelmasse
- große Oberfläche
- lange Wege vom Körperzentrum zu ihnen
Wenn der Körper spart, trifft es sie zuerst – wie kleine Außenposten, die im Winter als Letztes beliefert werden.
Was du dir als Fazit mitnehmen kannst
Wenn du im Winter frierst, bist du nicht empfindlich –
du bist biologisch völlig normal.
Oder in Wohlfühlogie-Sprache:
Dein Körper ist clever.
Er schützt dich.
Er wärmt zuerst das, was dich am Leben hält – und hofft, dass DU dich um deine Füße kümmerst. (Mit dicken Socken, heißem Tee oder einem sehr freundlichen Menschen, der für dich den Handwärmer macht.)
3 warme, alltagstaugliche Wohlfühl-Tipps: Wie wir Frauen im Winter schneller warm werden
1. Wärme von innen: Trinke „flüssiges Licht“
Ein heißer Tee ist im Winter nicht einfach nur ein Getränk – er ist eine innere Sonne und ein Seelenwärmer.
- Frischer Ingwer als Wurzel aus der Gemüseabteilung
- Zimt: die Inhaltsstoffe der Zimtrinde wirken sogar stimmungssteigernd, vertreiben negative Gedanken und aktivieren die Kreativität und die Sinnlichkeit. Allerdings VORSICHT! bei allergischen Reaktionen auf Zimt.
- Fenchel,
- Kurkuma oder
- Kakao
wärmen dich von innen, regen den Kreislauf an und bringen die Energie in Fluss.
➜ Je wärmer du innen bist, desto schneller tauen auch deine „Eiswürfel-Füße“ wieder auf.
♡ Tine -Tipp:
Halte deine Hände beim Trinken direkt um die Tasse – doppelte Wärme, doppelte Wirkung. Nicht jeder mag den Geschmack von Ingwer doch ich bin ein Fan von ihm.Die heilende Wirkung von Ingwertee wurde bereits vor Tausenden von Jahren in den alten medizinischen Wissenschaften Chinas und Indiens entdeckt. Heute bestätigt die moderne Wissenschaft die Vorteile dieses kraftvollen, aber schmackhaften Tees.
Er wirkt krampflösend (über 500 Enzyme u. Ko-Enzyme), beruhigend & entspannend, antiviral, antibakteriell, antiparasitär und hilft als heißer Tee bei Halsschmerzen, und er kann Kopfschmerzen lindern. Zusätzlich unterstützt er die Verdauung & das Immunsystem. Die scharf schmeckenden Gingerole regen die Wärmerezeptoren im Körper an und sorgen so für ein wohliges Gefühl.
Es hört nicht auf, denn er wirkt zusätzlich stark entzündungshemmend und ist ein natürliches Anti- Schmerzmittel. Also ich finde das sehr beeindruckend, oder?
Achtsamkeitsübung: Tee-Meditation in 5 Schritten
- Wähle deinen Tee bewusst aus – nicht automatisch.Welche Sorte ist heute die Richtige für dich?
- Bereite ihn mit Liebe zu. Beobachte dabei jeden Schritt.
- Halte die Tasse, als würdest du einem Freund die Hand geben.
- Trinke langsam, schluckweise.
- Beobachte alles: Geschmack, Gedanken, Impulse. Trinke bewusst.“
2. Socken mit Superkraft: Schichte deine Wärme gut
Frauen frieren, weil die Extremitäten zuletzt mit warmem Blut versorgt werden. Ok, das ist bei Männern natürlich auch nicht anders.
Deshalb hilft: Strategisch kleiden, wie eine kleine Wohlfühl-Zwiebel.
- Wollsocken (Naturmaterial wirkt wie ein Mini-Ofen) –
I ♡ Marino Wool - darüber Kuschelsocken
- und wenn’s richtig kalt ist helfen Wärmepads oder ein Kirschkernkissen für die Füße
Mini-Hack:
Wärme zuerst deinen Nacken!
Wenn es dort warm wird, öffnen sich die Gefäße schneller, die Wärme wandert bis in die Hände und Füße. Ein schnuffeliger Schal oder Tuch geht doch immer.
3. Beweg dich bewusst: 3-Minuten-Wärme-Ritual
Wärme entsteht durch Bewegung und zwar nicht erst nach 10 km Joggen, sondern schon nach kleinen Alltagsimpulsen.
Probier’s mal aus:
- 30 Sekunden Arme kreisen
- 30 Sekunden Knie leicht anheben
- 30 Sekunden Schulterblatt-öffnen
- 30 Sekunden Handflächen & Fußsohlen reiben
- 30 Sekunden tief atmen
- 30 Sekunden sanft hüpfen
- 30 Sekunden Zehen bewegen
Nach drei Minuten merkt dein Körper:
„Oh, wir brauchen Wärme. Alles klar – Heizkraftwerke an!“
Dieses Ritual ist wie ein Startknopf für deine innere Heizung.
Menschliche Wärme in den Grauen Alltag bringen
Es gibt sogar einen US-amerikanischen Tag des Kuschelns (engl. Cuddle Up Day – eher selten: National Cuddle Up Day) und einen #Weltknuddeltag
„National Hugging Day“ (oftmals kürzer aber auch nur „National Hug Day“)
Da ich eine ganzheitliche Sichtweise liebe darf das Knuddeln & Kuscheln natürlich hier bei dieser Auflistung nicht fehlen da es zusätzlich noch die Stimmung aufhellt.
Vom Zentrum für Hirnforschung der Medizinischen Universität Wien wurde anlässlich des Weltknuddeltages im Jahr 2013 bekannt gegeben das Knuddeln & Kuscheln gesund sind.
Hast du schon mal etwas von dem Hormon Oxitocin gehört?
Es stärkt das Vertrauen, fördert soziale Bindungen und wird durch feine Berührungen wie Kuscheln & Knuddeln im Körper freigesetzt.Das „Kuschelhormon“ Oxytocin wird beim Umarmen ausgeschüttet. Es ist ein Entspannungshormon oder auch „Bindungshormon“ und noch gar nicht so bekannt.
Was es alles so kann:
- fördert Nähe, soziale Bindung, Vertrautheit und
- lässt einem im Moment sein.
- Die Freisetzung von Oxytocin im Gehirn löst ein Sicherheitsgefühl aus, steigert das empfundene Glück und minimiert Angst.
- als „Nebeneffekt“ lässt es uns jünger aussehen und
- entspannt unsere Muskeln
Ganz schön toll wie ich finde.
Bist du unterkuschelt? Fehlt dir das Kuschelhormon?
Die WELT umarmen
Umarmung= ich fühl mich wohl!
Der Mensch hat ein Urtrieb nach Kuss und Umarmung: die, die er selbst gibt, und die, die er empfängt.
Herzenskontakt
Eine Umarmung ist ein Kuss des Herzens
Sie bringt:
- Nähe
- Vertrautheit
- Wärme
- Geborgenheit
- Zuneigung
- und noch so viel mehr
Wann hast du das letzte Mal eine Person richtig lange bewusst umarmt?
Die durchschnittliche Länge einer Umarmung zwischen zwei Personen beträgt 3 Sekunden.
Die Forscher entdeckten jedoch etwas Erstaunliches.
Wenn eine Umarmung 20 Sekunden dauert, wirkt sie heilend auf Körper und Geist.
Der Grund dafür ist, dass eine aufrichtige Umarmung das Hormon „Oxytocin“ produziert,
Dieses wunderbare natürliche Beruhigungsmittel wird jedes Mal kostenlos angeboten, wenn du eine Person in den Arm nimmst oder sie dich.“
Seelenberührung
Als würden die Seelen die gleiche Schwingung einnehmen. Die Herzen wie Magneten miteinander kommunizieren
Anderen etwas Gutes tun heißt, auch dir etwas Gutes tun.
Umarmungen sind wichtig für unser körperliches, emotionales und seelisches Wohlbefinden & Gleichgewicht!
Dazu gibt es noch soviel mehr zu wissen, doch für heute soll es hier ersteinmal reichen. Es gibt noch einen Teil II der WOMEN WOHLFÜHLOGIE.
In diesem Sinne fühl dich ganz doll gedrückt
H e r z lichst
Tine Sonnengold
P.S.: Viele Menschen haben eine zu niedrige Körperkerntemperatur – oft ohne es zu wissen.
Die Folgen: Müdigkeit, schwacher Stoffwechsel, Infektanfälligkeit.
✔️ Wohlfühl- Marker:
Ein Mangel an Körperwärme ist ein Mangel an Lebenskraft und ein Mangel an Lebensfreude.
In meinem Buch WOHLFÜHLOGIE – Oder (m)eine Wissenschaft des Wohlfühlens habe ich diesem wichtigen Gesundheitsthema Wärme ein ganzes Kapitel gewidmet.
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