Offenheit bedeutet nicht, alles gut finden zu müssen. Sie bedeutet, neugierig zu bleiben und neue Perspektiven zuzulassen. Warum innere Beweglichkeit unser Wohlbefinden stärkt und wie Offenheit wieder mehr Leichtigkeit in unser Leben bringen kann, darum geht es in diesem Beitrag, denn wir sind im Wohlfühlogie- ABC beim Buchstabe O gelandet. Er steht für mich für Offenheit und ist Teil der Wohlfühlogie – der Wissenschaft des Wohlfühlens und gehört zur Serie „Wohlfühlogie-ABC“, in der 26 kleine Impulse zeigen, wie Wissen, Wahrnehmung und alltagstaugliche Ansätze zu mehr Balance, Lebendigkeit und innerem Wohlbefinden führen.
Und genau dort wird Offenheit plötzlich zu etwas sehr Lebendigem:
Nicht als Naivität. Nicht als grenzenloses Ja zu allem.
Sondern als Bereitschaft, dem Leben wieder mit mehr Neugier statt mit vorschneller Schlussfolgerung zu begegnen.
Wenn du den gesamten Weg durch das Wohlfühlogie-ABC entdecken möchtest, findest du hier alle Impulse gesammelt auf einen Blick zum einzeln anklicken (soweit er schon geschrieben ist):
Offenheit beginnt oft dort, wo wir aufhören, sofort alles erklären zu wollen
Diese Aussagen hast du sicher schon mal gehört oder selbst geäußert:
„So war das schon immer.“
„So bin ich eben.“
„Das klappt bei mir nie.“
„Andere Menschen sind halt so.“
„Ich bin zu alt dafür.“
„In meiner Familie machen wir das immer so.“
„Dafür fehlt mir der Mut.“
Viele dieser Sätze sagen wir irgendwann ganz automatisch. Nicht weil sie objektiv wahr sind, sondern weil unser Gehirn Muster liebt. Wiederholungen fühlen sich sicher an, selbst wenn sie uns begrenzen. Und genau hier beginnt etwas, das ich in der Wohlfühlogie immer wieder beobachte: Innere Enge entsteht oft viel subtiler, als wir denken. Nicht plötzlich. Nicht dramatisch. Eher wie eine Tür, die sich Stück für Stück schließt.
Wir hören auf zu hinterfragen.
Wir hören auf zu staunen.
Wir hören auf, neue Möglichkeiten überhaupt noch in Betracht zu ziehen.
Dabei beginnt Veränderung manchmal nicht mit einer großen Entscheidung, sondern mit einem einzigen ehrlichen Gedanken:
„Vielleicht darf ich die Dinge auch einmal anders betrachten.“
Für mich hat Offenheit deshalb nichts mit Naivität zu tun. Von anderen wurde es oft so gedeutet, doch wenn man genau hingeschaut hat waren sie nie mutig genug für Veränderungen in ihrem Leben. Auch hat es nichts damit zu tun, alles gut finden oder jedem Trend hinterherrennen zu müssen. Offenheit bedeutet nicht, die eigene Haltung aufzugeben. Sie bedeutet lediglich, innerlich beweglich zu bleiben und das tut einfach gut.
Offenheit beginnt meiner Meinung dort, wo wir aufhören, sofort alles erklären zu wollen.
Denn je schneller wir alles endgültig bewerten, desto kleiner wird häufig unser innerer Raum. Dann sehen wir irgendwann nur noch das, was wir ohnehin schon glauben.
Vielleicht kennst du das auch: Man liest drei Artikel, schaut zwei Dokumentationen und plötzlich sitzt innerlich dieser kleine Oberrichter mit Klemmbrett da. „Aha. Urteil gefällt.“
Doch echtes Lernen beginnt oft genau dort, wo wir wieder neugierig werden. Wo wir nicht sofort antworten, sondern erst einmal beobachten. Wo wir nicht direkt sagen: „So ist das.“
Sondern: „Interessant … darüber habe ich so noch nie nachgedacht.“
Wer neugierig fragt, bleibt innerlich beweglich.
Und genau diese Beweglichkeit kann unglaublich befreiend sein. Denn nicht alles im Leben muss sofort endgültig eingeordnet werden. Manche Dinge dürfen sich erst einmal entfalten. Gedanken dürfen sich verändern. Menschen dürfen sich entwickeln. Und auch wir selbst müssen nicht für immer dieselben bleiben. Ich persönlich habe mich schon öfter neu erfunden, das kann richtig Spaß machen und hält einen lebendig.
Offenheit statt innerer Enge: Wie neue Sichtweisen wieder Leichtigkeit schaffen
Viele Menschen wünschen sich Veränderung. Mehr Leichtigkeit. Mehr Freiheit. Mehr Lebendigkeit. Und gleichzeitig halten wir oft erstaunlich fest an den Gedanken, Gewohnheiten und Sichtweisen, die genau das verhindern. Es wirkt wie ein selbst erschaffenes Gefängnis mit eigenem Schlüssel.
Das Verrückte daran ist:
Unser Gehirn empfindet Vertrautes häufig angenehmer als Neues. Selbst dann, wenn uns das Vertraute längst nicht mehr guttut. Wir bleiben in alten Denkmustern, weil sie bekannt sind. In denselben Reaktionen, denselben Bewertungen, denselben Geschichten über uns selbst. Das fühlt sich sicher an. Oder zumindest vertraut und auch etwas bequem.
✔️ WOHLFÜHL-MARKER:
Die Komfortzone ist manchmal weniger ein Ort des Wohlfühlens als eine behagliche Bequemlichkeit. Nicht unbedingt glücklich aber wenigstens bekannt.
Genau deshalb fällt es vielen Menschen schwer, neue Perspektiven zuzulassen. Denn Offenheit bedeutet immer auch ein kleines Stück Unsicherheit. Womöglich entdecken wir dabei, dass manches doch anders ist, als wir lange gedacht haben. Es kann sein, dass wir bemerken uns selbst jahrelang zu eng betrachtet zu haben.
Und genau hier liegt für mich ein zentraler Kern der Wohlfühlogie:
Perspektivwechsel schaffen inneren Bewegungsraum. Wenn du tiefer in die Wohlfühlogie eintauchen möchtest und verstehen willst, findest du hier den Überblicksbeitrag:
Es ist so, in dem Moment wo wir aufhören, alles sofort endgültig einzuordnen, entsteht plötzlich wieder Weite.
Nicht alles muss sofort:
- richtig oder falsch,
- gut oder schlecht,
- sinnvoll oder sinnlos,
- Erfolg oder Scheitern sein.
Manchmal darf etwas einfach erst einmal betrachtet werden. Ohne vorschnelles Urteil, ohne inneren Hammer, ohne dieses schnelle: „So ist das eben.“ Nee, es kann auch ganz anders sein …
Allein dieser Gedanke kann unglaublich entlastend sein:
Ich darf die Dinge auch einmal anders betrachten.
Denn viele Menschen tragen unbewusst eine enorme innere Strenge in sich. Ich weiß es, weil ich selbst so war. Ich glaubte, ich müsse sofort eine klare Meinung haben, mich festlegen oder alles kontrollieren müssen. Doch das Leben funktioniert selten wie eine Excel-Tabelle mit sauber sortierten Kästchen. Das Leben ist eher ein bisschen wie eine Schublade voller Kabel, die man erst entwirrt, bevor wieder Verbindung entsteht.
Was bedeutet Offenheit wirklich?
Offenheit bedeutet nicht, allem zustimmen zu müssen. Sie beschreibt die Fähigkeit, neue Perspektiven zuzulassen, neugierig zu bleiben und Gedanken oder Erfahrungen nicht sofort endgültig zu bewerten. Offenheit schafft innere Beweglichkeit und kann dadurch Wohlbefinden, Lernen und persönliche Entwicklung fördern.
Offenheit bedeutet deshalb nicht Orientierungslosigkeit.
Sie bedeutet, dem Leben wieder neugieriger zu begegnen.
Mit weniger innerer Härte und etwas mehr Bereitschaft, sich überraschen zu lassen.
Warum unser Gehirn Sicherheit liebt und Veränderung oft erstmal ablehnt
So offen, neugierig und frei wir Menschen manchmal gerne wären: Unser Gehirn ist eigentlich ein ziemlich großer Sicherheitsfan. Es liebt Vorhersehbarkeit, Gewohnheiten, Wiederholungen und bekannte Abläufe.
Warum? Weil Bekanntes weniger Energie kostet und unserem Nervensystem signalisiert:
„Alles okay. Keine Gefahr.“
Genau deshalb greifen wir im Alltag so oft automatisch zu denselben Gedanken, Reaktionen und Verhaltensmustern. Selbst dann, wenn sie uns eigentlich längst nicht mehr guttun.
Das Gehirn denkt dabei nicht:
„Macht dich das glücklich?“
Es fragt eher:
„Kenne ich das schon?“
Der Verstand ist immer alt
Das Neue ist immer fremd. Niemand kann sagen wohin es führen wird, nur die Überwindung der Angst und die Überwindung von Befürchtungen können das Neue erst zulassen.
Das Neue wird dich immer verwandeln und braucht außergewöhnlichen Mut , das ist schon riskant oder?
Das Alte ist bequem doch hier kannst du nicht mehr wachsen denn du hast es ja schon alles erfahren. Und dein Verstand wird dich immer für verrückt halten wenn du ins Unbekannte springst.
Und genau hier wird verständlich, warum Veränderung für viele Menschen gleichzeitig spannend und anstrengend ist. Denn jede neue Sichtweise bedeutet zunächst Unsicherheit. Das Alte funktioniert vielleicht nicht mehr richtig, aber es fühlt sich vertraut an. Das Neue könnte hilfreich sein, doch unser System kennt es noch nicht. Besonders deutlich wird das unter Stress.
Wenn unser Nervensystem überlastet ist, neigen wir viel stärker zu:
- Schwarz-Weiß-Denken
- Kontrolle
- vorschnellen Urteilen
- innerer Härte
- Rückzug
- Reizbarkeit
Dann wird Denken enger. Frei nach dem Motto: besser schnell eine Entscheidung treffen, als keine. Flexibilität nimmt ab. Und Offenheit fühlt sich plötzlich nicht mehr spannend an, sondern anstrengend oder sogar bedrohlich. Das erklärt auch, warum Menschen in stressigen Lebensphasen oft sagen: „Lass mich jetzt bloß mit Veränderungen in Ruhe.“
Eigentlich meint das Nervensystem damit: „Ich brauche erst wieder Sicherheit.“
Und genau das finde ich in der Wohlfühlogie so wichtig:
Offenheit entsteht selten durch Druck.
Innere Beweglichkeit wächst viel leichter in einem Gefühl von Sicherheit, Vertrauen und Regulation. Wenn wir uns wohlfühlen, werden wir automatisch offener. Das sehen wir wunderbar bei Kindern. Sie gehen neugierig auf Menschen zu, stellen tausend Fragen, entdecken begeistert die Welt und sprechen manchmal völlig selbstverständlich fremde Menschen an.
Diese natürliche Offenheit gehört ursprünglich zu uns. Erst Angst, Stress, Enttäuschungen oder Überforderung lassen das Pendel oft langsam Richtung Verschlossenheit schwingen.
Offenheit braucht deshalb häufig zuerst eines: ein Nervensystem, das sich sicher genug fühlt, um nicht permanent im inneren Alarmmodus bleiben zu müssen.
Und genau deshalb hängen Wohlbefinden, Nervensystem und Offenheit viel enger zusammen, als viele denken. Wenn dich dieser Zusammenhang zwischen innerer Sicherheit, Stress und emotionaler Regulation näher interessiert, findest du dazu auch mehr in einem meiner Grundlagenartikel über das Nervensystem und seine Wirkung auf unser Erleben:
✔️ WOHLFÜHL-MARKER:
Offenheit beginnt im Kopf – und wirkt bis ins Nervensystem.
Denn Offenheit ist nicht nur eine Frage unserer Gedanken.
Sie wirkt im Körper, mit unseren Gefühlen bis ins Nervensystem.
Mehr fragen, weniger behaupten
Könnte es nicht sein, das Offenheit manchmal viel einfacher ist als wir denken? Es beginnt nicht damit, sofort die richtigen Antworten zu haben. Es beginnt mit der Bereitschaft, überhaupt wieder echte Fragen zu stellen.
Denn Antworten schließen erstaunlich oft Türen.
Fragen hingegen öffnen sie.
Unser Kopf liebt schnelle Erklärungen. Er möchte verstehen, kontrollieren, einordnen und möglichst rasch ein Urteil fällen. Das gibt Sicherheit. Gleichzeitig macht genau das unser Denken manchmal enger.
Kaum haben wir etwas erlebt, gelesen oder gehört, meldet sich innerlich dieser kleine Oberrichter mit Klemmbrett. Ich hatte ihn schon kurz erwähnt, er hat sofort seine Meinung:
„Aha. Verstanden.“
„So ist das also.“
„Urteil gefällt.“
Doch echtes Lernen funktioniert selten auf diese Weise. Wer neugierig fragt, bleibt innerlich beweglich. Und genau diese Beweglichkeit ist unglaublich wertvoll. Denn viele Antworten, die wir uns selbst geben, stammen vor allem aus unserem bisherigen Leben: Aus Erfahrungen, Gewohnheiten, Ängsten, Meinungen auch von anderen, alten Geschichten. Unser Verstand greift meistens auf das zurück, was er ohnehin schon kennt. Das ist praktisch, aber nicht unbedingt kreativ und natürlich auch nicht immer korrekt.
Ein Wohlfühlogie-Gedanken von mir dazu ist:
➜ Nicht jede Frage muss sofort beantwortet werden. Manche Fragen dürfen erst einmal einfach im Raum stehen.
Wie diese:
- Was wäre, wenn ich mich täusche?
- Was könnte ich gerade noch übersehen?
- Was ist noch möglich?
- Wie würde sich diese Situation aus einer anderen Perspektive anfühlen?
- Was möchte das Leben mir vielleicht gerade zeigen?
Allein solche Fragen öffnen innerlich oft mehr als zehn vorschnelle Antworten. Denn dein Ego ist völlig unkreativ und kann dir deshalb nicht die richtigen Antworten liefern! Der Verstand denkt viel zu begrenzt. Er nutzt nur vergangenes Wissen.
Und manchmal entsteht Veränderung genau dort. Nicht weil wir plötzlich alles verstanden haben, sondern weil wir bereit werden, anders hinzuschauen.
Ich glaube, viele Menschen haben verlernt, wirklich offen zu fragen. Nicht um sofort eine perfekte Lösung zu bekommen, eher aus ehrlicher Neugier. Dabei steckt darin etwas unglaublich Lebendiges. Kinder machen uns das wunderbar vor. Sie fragen gefühlt ungefähr 14.000 Mal am Tag „Warum?“ Nicht weil sie nerven wollen. Nein, weil Offenheit ihre natürliche Art ist, die Welt zu entdecken. Was wäre falsch daran uns genau das ein kleines Stück zurückholen?
Nicht alles sofort wissen müssen.
Nicht alles kontrollieren wollen.
Nicht jede Unsicherheit direkt lösen können.
Es könnte reichen, innerlich zu sagen:
„Ich muss das gerade noch nicht vollständig verstehen.“
Und dann entsteht etwas sehr Kraftvolles: Vertrauen.
Die Ruhe und Sicherheit, dass Antworten oft genau dann auftauchen, wenn wir aufhören, sie krampfhaft erzwingen zu wollen. Denn Lösungen entstehen nicht im ständigen Grübeln. Sie entstehen in der Offenheit, in der Pause, im Zulassen.
✔️ WOHLFÜHL-MARKER: „Wer neugierig fragt, bleibt innerlich beweglich.“
Offenheit gegenüber dem eigenen Körper
Offenheit zeigt sich nicht nur im Denken oder in Gesprächen. Sie zeigt sich auch darin, wie wir unserem eigenen Körper begegnen. Es gibt Menschen die kämpfen sofort gegen Symptome an. Kopfschmerzen sollen weg, Müdigkeit nervt, innere Unruhe wird weggedrückt – meist mit Medikamenten oder anderen Mitteln, die dann wieder andere Wirkungen mit sich bringen …
Doch was passiert, wenn wir anfangen, neugieriger statt nur bewertend hinzuschauen?
Was möchte mein Körper mir gerade zeigen?
Dein Körper ist nicht dein Feind. Er ist dein bester Freund. Er spricht mit dir. Mal laut, mal leise. Und manchmal flüstert er nur ganz sanft. Die Kunst besteht darin, wieder hinzuhören, bevor er schreien muss.
Genau darin liegt auch ein wichtiger Gedanke der Wohlfühlogie und des Embodiments: Der Körper ist kein Störfaktor. Er ist ein intelligentes Informationssystem.
Kennst du das Gefühl, dass dein Körper etwas weiß, bevor dein Kopf es versteht?
Embodiment zeigt genau das: Dein Körper ist kein Anhängsel – er ist dein Kompass. Dies ist ein Artikel zum Spüren, nicht nur zum Verstehen:
✔️ WOHWLFÜHL-MARKER:
Echte Veränderung entsteht manchmal genau dort, wo wir aufhören, permanent gegen uns selbst zu arbeiten.
Offenheit in Gesprächen und Beziehungen
Offenheit zeigt sich besonders dort, wo Menschen einander begegnen. Im Zuhören, im ehrlichen Austausch und in der Fähigkeit, andere nicht sofort in Schubladen zu stecken. Ich weiß das passiert so unglaublich schnell.
Denn Verbundenheit bedeutet nicht, immer derselben Meinung zu sein. Oft entsteht echte Nähe genau dort, wo wir neugierig genug bleiben, andere Sichtweisen stehen lassen zu können.
Ist dir schon mal aufgefallen, das dein Gesprächspartner vor allem zu hört, um zu antworten. Nicht um wirklich zu verstehen. Dabei liegt gerade in der Unterschiedlichkeit enormes Wachstumspotenzial. Kooperation funktioniert nicht gegeneinander, sondern miteinander. Und dafür braucht es Offenheit. Offenheit für andere Erfahrungen, andere Lebenswege und manchmal auch für die Erkenntnis, dass die eigene Sichtweise nicht die einzige Wahrheit ist.
Wenn dich das Thema weiterhin interessiert, findest du hier meinen Überblicksartikel zur Serie „Verbundenheit als Gesundheitsfaktor“ mit spannenden Zusammenhängen:
Wenn wir nur noch hören, was wir ohnehin schon glauben, wird unser innerer Raum kleiner
Wir bewegen uns gerne in vertrauten Denk- und Wohlfühlräumen. Das gibt Sicherheit. Gleichzeitig entsteht dadurch schnell eine Art geistige Komfortzone. Wenn wir nur noch Menschen zuhören, die genauso denken wie wir selbst, wird unser Blick auf die Welt mit der Zeit oft enger.
Gerade Begegnungen mit anders denkenden Menschen können deshalb unglaublich wertvoll sein. Nicht weil wir sofort allem zustimmen müssen. Eher weil neue Perspektiven unseren Horizont erweitern können. Wachstum entsteht häufig genau dort, wo wir anderen Sichtweisen begegnen, ohne sofort innerlich dichtzumachen. Warum sonst reisen viele so gerne, besonders auch in ganz andere Kulturkreise als die die wir kennen.
Manchmal erweitern gerade die Menschen unseren Blick, die nicht genauso denken wie wir. Wir brauchen nicht ständig Bestätigung, doch Ehrlichkeit schafft eine ganz andere Nähe. Warum echte Verbundenheit uns wachsen lässt, erfährst du auch hier:
Offenheit für die eigene Entwicklung
Menschen verändern sich. Zum Glück. Wie traurig wäre es eigentlich, wenn wir unser ganzes Leben exakt dieselbe Sicht auf uns selbst, auf andere Menschen und auf das Leben behalten würden?
Viele tragen unbewusst alte Identitäten mit sich herum:
„Ich bin eben schüchtern.“
„Ich kann das nicht.“
„So war ich schon immer.“
Doch „Ich war einmal so“ bedeutet nicht automatisch: „Ich muss so bleiben.“
Wachstum braucht Beweglichkeit.
Die Bereitschaft, sich selbst immer wieder neu kennenzulernen.
Offenheit für die eigene Entwicklung bedeutet deshalb auch, alte Geschichten loslassen zu dürfen. Nicht alles, was früher einmal wahr war, muss unsere Zukunft bestimmen.
✔️ WOHLFÜHL-MARKER:
Oft entsteht Veränderung genau dort, wo wir den Tunnelblick verlassen und wieder etwas weiter werden.
Offenheit dafür, dass Heilung anders aussehen darf als erwartet
Heilung verläuft selten geradlinig. Meist geht es einem auf dem Weg sogar kurzfristig schlechter. Der Körper reagiert, reguliert, verarbeitet und räumt auf. Auch das kann Teil eines Heilungsprozesses sein. Deshalb: Gib niemals die unglaubliche Heilkraft deines Körpers auf. In dir steckt ein enormes Heilungspotenzial. Dein Körper kann heilen, sich regenerieren und sich immer wieder neu anpassen. Ich nenne sie gerne meine Superkräfte.
Mache dich auf deinen Heilungsweg und beginne wieder, deinem Körper zuzuhören.
Lass ihm die Zeit, die er braucht. Achte auf seine Signale. Höre auf deine Intuition. Spüre in dich hinein.
Dein Körper ist nicht gegen dich. Er möchte, dass es dir gut geht, immer. Vielleicht dürfen wir wieder lernen, ihn weniger zu bekämpfen und mehr zu verstehen. Und manchmal bedeutet Heilung auch, neue Wege zuzulassen. Es kann sein, das dein Nervensystem mehr Ruhe braucht, mehr Natur, mehr echte Verbindung, mehr erholsamen Schlaf oder mehr Wärme. Mehr Leben, das sich wieder nach dir anfühlt.
Nicht immer entsteht Veränderung dort, wo wir krampfhaft kontrollieren. Oft öffnen sich neue Möglichkeiten genau dann, wenn alte Vorstellungen zerbrechen.
Probiere doch mal diese eine Frage:
„Und was ist sonst noch möglich?“
Falls du dir für deinen eigenen Wohlfühl- und Heilungsweg weitere Impulse wünschst, stöbere gern auf meinem Blog oder in meinem Buch: Wohlfühlogie – Oder (m)eine Wissenschaft des Wohlfühlens in dem ich versuche, etwas Licht in den allgemeinen Wohlfühldschungel zu bringen. Du kannst es in jedem Buchladen bestellen oder online bekommen. Die bisherigen 100 Blogbeiträge habe ich sogar als E-Book zusammengestellt.

Offenheit ist kein Dauerzustand, sie ist ein Pendel
Nicht selten ist genau das am wichtigsten zu verstehen:
Offenheit ist kein Zustand, den wir irgendwann „perfekt erreicht“ haben.
Wir bewegen uns ständig zwischen verschiedenen Polen: mal weit, mal eng. Mal neugierig, mal vorsichtig. Mal vertrauensvoll, mal verschlossen. Und das ist vollkommen menschlich. Es gibt Tage, an denen wir offen durchs Leben gehen, Neues entdecken wollen und innerlich beweglich sind. Und dann gibt es wieder Momente, in denen Stress, Enttäuschung, Angst oder Überforderung unser System enger werden lassen.
Offenheit und Verschlossenheit wirken dabei fast wie ein Pendel zwischen zwei Polen.
Die Wohlfühlogie sieht darin keinen Fehler, eher eine natürliche Bewegung des Lebens. Denn Offenheit ist kein Leistungsziel. Kein Wettbewerb. Keine Pflicht zur Dauerpositivität.
Sie ist eher eine innere Bereitschaft:
immer wieder ein kleines Stück weit & offen zu bleiben.
Für neue Gedanken.
Für Entwicklung.
Für andere Menschen.
Und manchmal auch für sich selbst.
Vielleicht beginnt genau dort echte Leichtigkeit:
Nicht darin, immer offen zu sein. Sondern darin, sich selbst auch in Phasen von Enge freundlich begegnen zu können.
Und dabei könnte heute schon dieser kleine Gedanke helfen:
Ich muss nicht alles sofort wissen, aber ich darf offen bleiben für das, was sich noch zeigen möchte.
✻ WOHLFÜHLOGIE-REFLEXION
Wo in deinem Leben hast du dir vielleicht schon zu lange erzählt:
„So ist das eben“?
Und was könnte passieren, wenn du einen kleinen Spalt für neue Sichtweisen offen lässt?
◎ WOHLFÜHLOGIE – EINLADUNG: Sharing is Caring ❤︎
Teile deine Erfahrungen gern in den Kommentaren. So kann ein Austausch über einen Perspektivwechsel entstehen, Begegnungen oder Momente in denen Offenheit etwas verändert hat.
Oft entsteht genau daraus ein Impuls, der auch für andere plötzlich Sinn macht.
Von ♡ zu ♡
Deine Tine Sonnengold
Nächster Buchstabe im WOHLFÜHLOGIE-ABC: P – Pause
Warum Pausen oft viel heilsamer für uns sind, als wir denken, erfährst du im nächsten Beitrag des WOHLFÜHLOGIE-ABC:


