Offenheit für neue Perspektiven kann helfen, vertraute Denkmuster zu hinterfragen und flexibler mit Veränderungen umzugehen. Das 21. WOHLFÜHL-Mosaik lädt dazu ein, die eigene Sichtweise neugierig zu erweitern, ohne persönliche Überzeugungen aufgeben zu müssen.
Wir alle haben unsere Vorstellungen davon, wie die Dinge sind, wie sie sein sollten und was für uns richtig ist. Schließlich haben wir im Laufe unseres Lebens einiges erlebt, gelernt und daraus unsere Schlüsse gezogen.
Und das ist auch gut so. Wir müssen schließlich nicht jeden Tag das Rad neu erfinden.
Doch was passiert, wenn wir unsere bisherigen Überzeugungen gelegentlich auf den Prüfstand stellen? Wenn wir uns erlauben, eine vertraute Situation mit anderen Augen zu betrachten?
Manchmal entdecken wir dabei keine völlig neue Welt, sondern einfach eine weitere Möglichkeit, mit dem umzugehen, was uns beschäftigt.
Willkommen in der vierten und letzten Woche unserer Wohlfühlreise:
☆ Dein persönliches Wohlfühlrezept☆
In den vergangenen Wochen haben wir verschiedene Zutaten für unser Wohlbefinden kennengelernt. Jetzt geht es darum, sie miteinander zu verbinden und herauszufinden, was wir davon in unser Leben mitnehmen möchten.
☆ Woche 4: Dein persönliches Wohlfühlrezept
21.–24. Dezember · Die eigenen Zutaten zusammenführen
Vier letzte WOHLFÜHL-Mosaike begleiten dich dabei:
☆ 21. Dezember – Was wäre, wenn es auch anders geht?
☆ 22. Dezember – Was gibt deinem Leben Sinn?
☆ 23. Dezember – Aus welchen Zutaten besteht dein Wohlfühlen?
☆ 24. Dezember – Du musst nicht den ganzen Weg kennen
Den Anfang macht eine Eigenschaft, die uns dabei wertvolle Dienste leisten kann: Offenheit

☆21. WOHLFÜHL-Mosaik
O wie Offenheit: Lass eine Tür für neue Möglichkeiten offen
☆ DER GEDANKE
Du musst deine Meinung nicht bei jeder Gelegenheit ändern.
Aber du darfst neugierig bleiben.
Manchmal reicht ein neuer Blickwinkel, um etwas zu entdecken, das du vorher gar nicht sehen konntest.
Offenheit bedeutet auch, sich selbst zuzugestehen, dass die eigene Sichtweise nicht die einzig mögliche ist.
Und wer weiß? Hinter einer Tür, die wir gedanklich schon längst geschlossen hatten, wartet womöglich eine überraschende Erkenntnis.
☆ DAS WISSEN
Unser Gehirn liebt Vertrautes. Es greift auf Erfahrungen und bereits gelernte Denkmuster zurück, um Informationen einzuordnen und Entscheidungen zu erleichtern. Denn es sieht zu im Energiesparmodus zu bleiben.
Das ist ausgesprochen praktisch. Stell dir vor, wir müssten jeden Morgen neu herausfinden, wie man sich die Zähne putzt oder eine Tasse Kaffee zubereitet.
Allerdings haben solche gedanklichen Abkürzungen auch ihre Grenzen. Wir nehmen bevorzugt wahr, was zu unseren bisherigen Erwartungen passt, und übersehen dabei gelegentlich andere Erklärungen.
In der Psychologie kennt man dafür unter anderem den Begriff Bestätigungsfehler (Confirmation Bias): Wir neigen dazu, Informationen so auszuwählen oder zu bewerten, dass sie unsere bestehenden Überzeugungen stützen.
Eine offene Haltung kann uns helfen, diese Gewohnheit bewusster wahrzunehmen.
Dabei geht es keineswegs darum, jede Meinung gleich überzeugend zu finden oder die eigenen Werte über Bord zu werfen.
Offenheit bedeutet, andere Möglichkeiten prüfen zu können, ohne sich selbst dabei zu verlieren.
Und genau darin liegt eine wertvolle Form innerer Beweglichkeit.
☆ DEINE FRAGE
➽ Was könnte sich verändern, wenn ich eine vertraute Situation heute einmal aus einer ganz anderen Perspektive betrachte?
☆ DEIN MINI-EXPERIMENT
Der gedankliche Türöffner
Suche dir heute eine Situation aus, bei der du ziemlich sicher bist, wie die Dinge liegen.
Das kann eine kleine Alltagsärgerlichkeit sein, eine Gewohnheit oder eine Begegnung, über die du dir bereits eine feste Meinung gebildet hast.
Stelle dir drei Fragen:
- Was glaube ich darüber zu wissen?
- Was könnte ich bisher übersehen haben?
- Welche andere Erklärung wäre ebenfalls denkbar?
Du musst deine ursprüngliche Meinung anschließend weder ändern noch eine Entscheidung treffen.
Es reicht, einen Moment lang neugierig zu bleiben.
Vielleicht entdeckst du eine neue Möglichkeit. Vielleicht bestätigt sich auch deine bisherige Einschätzung.
Beides darf sein. Denn Offenheit verlangt nicht, dass wir immer zu einem anderen Ergebnis kommen.
☆ DER WEITERFÜHRENDE BLOGARTIKEL
Offenheit ist keine Einladung, alles mitzumachen. Sie ist eine Einladung, den eigenen Horizont gelegentlich zu erweitern.
Wie unsere Denkmuster entstehen, weshalb uns Veränderungen manchmal schwerfallen und warum ein Perspektivwechsel unser Wohlbefinden bereichern kann, erfährst du im weiterführenden Wohlfühlogie-ABC-Beitrag: Offenheit für Veränderung: Warum neue Perspektiven so wichtig für unser Wohlbefinden sind
✔️ WOHLFÜHL-MARKER:
Wer neugierig fragt, bleibt innerlich beweglich.
◎ WOHLFÜHLOGIE – EINLADUNG
Ein Blick auf das nächste WOHLFÜHL-Mosaik
Wir haben unsere Haltung erkundet, Mut gesammelt und gerade eine Tür für neue Möglichkeiten geöffnet.
Doch wohin möchten wir eigentlich gehen?
Nicht jeder Weg, der sich gut anfühlt, muss bequem sein. Und nicht alles, was unserem Leben Bedeutung gibt, sorgt automatisch für gute Laune.
Im nächsten WOHLFÜHL-Mosaik entdecken wir eine weitere wichtige Zutat für unser persönliches Wohlfühlrezept: S wie Sinn.
☆ 22. WOHLFÜHL-Mosaik:
Was gibt deinem Leben Sinn?
Von ♡ zu ♡
Deine Tine Sonnengold

